Pino del Río am Carrión: Kultur und Landschaft
Flusslandschaft und Ortsgeschichte
Am Ortsrand von Pino del Río verläuft der Fluss Carrión und prägt dort eine fruchtbare Vega. Diese Vega steht im Kontrast zur Hochebene, die den zweiten ausdrücklich benannten Landschaftsbezug des Ortes bildet. Flussrand, fruchtbarer Talraum und Hochebene bestimmen damit die landschaftliche Eigenart von Pino del Río. Ein historischer Bezug ist ebenfalls konkret datiert: Pino del Río wurde 1250 im Becerro de las Presentaciones der Stadt León als „Piuno“ im Archipresbyterat Saldaña erwähnt.
Kirche, Einsiedelei und Obelisk
Im Ortskern von Pino del Río befindet sich in der Kirche San Pedro eine Sonnenuhr mit der Jahreszahl 1608 und einer Inschrift. Außerhalb des Ortskerns liegt die Einsiedelei Virgen del Nido 2,5 Kilometer von Pino del Río entfernt an der CL-615. Die Einsiedelei Virgen del Nido beherbergt eine Marien- und-Kind-Darstellung aus dem 17. Jahrhundert, die in späteren Epochen überarbeitet wurde. Mit der Einsiedelei Virgen del Nido ist außerdem eine Wallfahrt verbunden, an der Einwohner umliegender Dörfer teilnehmen.
Ein besonders auffälliges Zeichen von Pino del Río ist der 45 Meter hohe Obelisk aus Beton. Der Obelisk von Pino del Río wurde 1995 zum Gedenken an Concha Villacorta Martín errichtet. Er gilt als Wahrzeichen des Ortes und ist in das Wappen von Pino del Río aufgenommen. Das Patronatsfest San Pedro ist mit dem 29. und 30. Juni verbunden.
Anfahrt über die C-615
Die direkte Anfahrt nach Pino del Río führt über die C-615 von Palencia in Richtung Guardo bis zum Kilometer 78 zwischen Valcabadillo und Villalba de Guardo. Anschließend folgt eine autonome Regionalstraße über etwa zwei Kilometer nach Pino del Río. Die Anfahrtsbeschreibung nennt damit eine klar gegliederte Folge aus der überregionalen Straße und dem anschließenden regionalen Abschnitt bis zum Ort.
La Vega del Carrión als Streckenname
Die Autostrecke La Vega del Carrión führt durch die Uferorte Fresno del Río, Pino del Río, Acera de la Vega, Villosilla de la Vega, Poza de la Vega, Barrios de la Vega, Villaluenga de la Vega und San Martín del Obispo bis nach Saldaña. Pino del Río gehört damit zu einer ausdrücklich benannten Folge von Orten am Carrión, deren Streckenverlauf in Saldaña endet.
Fischerei und Route mit dem Fahrrad
Der Abschnitt von Pino del Río wurde 1992 zum ersten „coto sin muerte“, einem Fischereirevier ohne Entnahme, in Kastilien und León erklärt. Später wurde dieser Abschnitt in einen sozialen Sportfischereiabschnitt umgewandelt. Zusätzlich kann eine Route bei Pino del Río mit dem Fahrrad befahren werden. Beide Hinweise gehören zu den eigenständigen Aktivitätsbezügen des Ortes, ohne dass sie zu einer einzigen Strecke zusammengefasst werden müssen.
Weitere Orte
Valberzoso, Herrera de Pisuerga, Villanueva De Arriba, Villamuriel De Cerrato, Saldaña, Villovieco, Osorno und Guaza De Campos
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