Guaza de Campos: Taubenschläge, Kirchen und Großtrappen

File:Iglesia de Santa María, Guaza de Campos 03.jpg File:Iglesia de Santa María, Guaza de Campos 03.jpg Foto: Rodelar via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Guaza de Campos ist Teil der ornithologischen Route Tierra de Campos und zugleich ein Gebiet mit hoher Konzentration an Großtrappen. Der Ort verbindet damit einen regionalen Routenabschnitt mit einem klar benannten Schwerpunkt der Steppenvogelwelt.

Weitere Ortsziele sind Moratinos, Villodrigo, Baltanás, Villamuriel De Cerrato, Villacibio, Osorno, Torquemada und Magaz De Pisuerga.

Natur

Im Jahr 2020 wurde in Guaza de Campos die Verbesserung und Ausstattung eines Touristeninformationszentrums zu Steppenvögeln im Gebäude des Sozialzentrums unterstützt. Das Zentrum ist damit ebenso Teil des Naturthemas wie die ornithologische Route Tierra de Campos und die hohe Konzentration an Großtrappen. Route, Vogelbestand und Informationszentrum bilden drei konkrete Bezüge zur Landschaft und ihrer Tierwelt.

Kultur

Die Ruta Oeste de Palomares führt als 50 Kilometer lange Route durch die Provinz und schließt Guaza de Campos ein. Zu ihr gehören sieben Taubenschlag-Ensembles; insgesamt umfasst sie 69 Bauwerke verschiedener Typen. Auf der Route treffen deshalb eine festgelegte Streckenlänge, mehrere Ensembles und unterschiedliche Bauwerkstypen aufeinander. Routenlänge und Bauwerkszahl beantworten bei der Kulturplanung unterschiedliche Fragen.

Das Ensemble Conjunto sur de palomares de Guaza de Campos umfasst neun Taubenschläge. Im nördlichen Teil von Guaza de Campos befinden sich sechs weitere, besser erhaltene Taubenschläge. Die südliche Gruppe und die nördlichen Bauten unterscheiden sich somit sowohl durch ihre Anzahl als auch durch den genannten Erhaltungszustand.

Die Iglesia de la Asunción in Guaza de Campos ist eine Pfarrkirche aus dem 18. Jahrhundert. Sie ist aus Stein und Ziegeln erbaut und besitzt drei Schiffe sowie zwei Türme an der Fassade. Bauzeit, Materialien, innerer Aufbau und äußere Gestalt gehören hier zu den sichtbaren Merkmalen des Sakralbaus.

Die Ermita del Santo Cristo de Acebes, früher Ermita de San Pedro de Acebes genannt, weist eine Mudéjar-Inspiration, einen gotischen Portikus und eine Dachkonstruktion aus dem 16. Jahrhundert in der Bauweise artesonado de par y nudillo auf. Die frühere Bezeichnung bleibt dabei von der heutigen Benennung unterschieden. Historische Zeitstellung, Bauweise und formale Anleihen verbinden sich in diesem Bauwerk.

In Guaza de Campos wird die Tradition des Paloteo de Guaza weiterhin gepflegt. Neben den Taubenschlägen und Sakralbauten steht diese Tradition als eigener kultureller Ausdruck.

Geografische Einordnung

Das Real Monasterio de Santa María de Benavides liegt in der näheren Umgebung von Guaza de Campos. Im weiteren regionalen Umfeld liegen die Villa Romana La Tejada, die Iglesia Museo Parroquial de Santa Eulalia de Paredes de Nava und das Monasterio de Nuestra Señora de Alconada. Die genannten Ziele verteilen sich damit auf zwei unterschiedliche räumliche Ebenen: ein näheres Umfeld und ein weiteres regionales Umfeld.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Palencia.

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