Guardo: Bergbaugeschichte, Wanderwege und das Tal des Carrión
File:Guardo nevado (1 de enero 2010) - panoramio - Alejandro Polanco (1).jpg
Foto: Alejandro Polanco via Wikimedia Commons, CC BY 3.0
Geografische Einordnung
Guardo liegt auf etwa 1.100 Metern Höhe im Tal des Flusses Carrión und an der Südseite der letzten Erhebungen des Kantabrischen Gebirges. Talraum und Gebirgsrand prägen damit die geografische Einordnung des Ortes.
Weitere Orte: Barruelo de Santullán, Tarilonte De La Peña, Calzada de los Molinos, Herrera de Pisuerga, Monzón De Campos, Magaz De Pisuerga, Guaza De Campos und Vidrieros.
Kultur und Geschichte
Das Monumento al Minero wurde am 14. Juli 1975 als architektonisches Ensemble zur Würdigung des Bergbauberufs und zu Ehren der Bergleute errichtet. Sein vier Meter hoher Bronze-Monolith stammt vom Bildhauer Jacinto Higueras Cátedra. Datum, Material, Höhe und Urheber gehören ebenso zu diesem Denkmal wie sein Bezug zur Arbeit im Bergbau.
Die Iglesia de San Juan Bautista weist eine Architektur im Stil der Flamboyant-Gotik des 16. Jahrhunderts auf und bewahrt das romanische Taufbecken eines älteren Tempels aus dem 13. Jahrhundert. La Casa Grande, der Palacio del Arzobispo Bullón, ist ein im 18. Jahrhundert errichteter Palast im neoklassizistischen und barocken Stil und als BIC (Bien de Interés Cultural) ausgewiesen. Kirche und Palast stehen für unterschiedliche Bauformen und Epochen.
Die Ruinen des Castillo de Guardo sind die Überreste einer Befestigungsanlage aus dem 9. Jahrhundert. Sie diente der Kontrolle der Truppenbewegungen auf den durch Guardo führenden Wegen durch die vier Täler Valdecastro, Valdelera, Corcos und San Miguel. Guardo verfügt außerdem über eine städtische Route zu Wandgemälden; die besuchbaren Wandgemälde liegen in den Straßen des Ortes. In der Kapelle San Cristóbal findet jedes Jahr am 10. Juli eine Feier zu Ehren des Schutzpatrons der Transportarbeiter statt.
Natur
Zu den Naturräumen rund um Guardo gehören Wälder mit Eichen, Stechpalmen, immergrünen Eichen und Wacholdern. Der Parque Fuentes Carrionas ist die größte städtische Grünfläche von Guardo und liegt am Ufer des Flusses Carrión. Der Park bietet Attraktionen für Kinder sowie einen Teich mit Gänsen, Enten und Schwänen. Wälder, Flussufer und die städtische Grünfläche bilden unterschiedliche Landschaftsräume.
Vom Mirador Villa de Guardo sehen Sie den Übergang zwischen den felsigen Kalkbergen und bewaldeten Hängen mit einheimischen Baumarten sowie die verschiedenen Ortsteile von Guardo, die Altstadt und den modernen Ort. Der Blick umfasst damit sowohl die geologischen und bewaldeten Formen als auch die gegliederte Bebauung des Ortes.
Wege
Die Sendas de Leyenda von Guardo umfassen sechs kreisförmige Wanderwege mittlerer und großer Länge. Sie führen durch den Monte Corcos, Valdecastro, Peña Mayor, Peñica Blanca, den Balcón de Judas, den Alto de la Orca und die Campos de la Peña. Die BTT-Route Trilogía de Valdehaya beginnt und endet in Guardo. Mit dem Camino Olvidado nach Santiago führt außerdem ein Pilgerweg durch Guardo, der Bilbao mit Villafranca del Bierzo (León) verbindet.
Wanderrouten, eine BTT-Strecke und der Camino Olvidado setzen jeweils eigene Schwerpunkte: kreisförmige Wege, ein Start-und-Ziel-Kurs und eine überregionale Verbindung nach Santiago.
Wasser und regionale Küche
Das städtische Hydrothermalzentrum von Guardo umfasst Erlebnisduschen und eine Kaskade, ein Fußbad, eine finnische Sauna sowie eine Dampf- und eine türkische Sauna, einen Whirlpool, Wärmeliegen, ein Aktivbecken, einen Rundgang mit verschiedenen Wasserstrahlen und Blasen, zwei weitere Kaskaden, Wasserbecken mit unterschiedlichen Temperaturen sowie einen Ruhebereich.
Guardo ist für die Zubereitung der Olla Ferroviaria bekannt.
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