Canduela: Geschichte am Río Camesa

File:Canduela.jpg File:Canduela.jpg Foto: David de Obregon Sierra via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Geschichte, Tal und Ortsbild

Canduela verbindet eine klar erkennbare historische Prägung mit einer Lage am Wasser und nahe einer markanten Landschaft. Canduela ist als Bien de Interés Cultural in der Kategorie Conjunto Histórico ausgewiesen. Der Ort liegt an den Hängen eines sanften Tals am Río Camesa und sehr nahe am Espacio Nacional de las Tuerces.

Drei getrennte Siedlungsbereiche

Canduela entstand im Mittelalter durch die Vereinigung mehrerer verstreut liegender Siedlungen. Der Ortskern gliedert sich in drei getrennte Siedlungsbereiche. Im Westen liegt am Straßenabschnitt N-611a das Barrio de Abajo. Weiter östlich befindet sich, durch eine große Wiese davon getrennt, das Barrio de Arriba mit der Iglesia de San Adrián. Am östlichen Ende der Siedlung liegt neben dem Friedhof das kleinere Barrio de Somavilla. Die räumliche Ordnung des Ortes gehört damit ebenso zu seinem Charakter wie die einzelnen Bauwerke.

Architektur und Baugeschichte

Die Iglesia de San Adrián wurde im 16. Jahrhundert über einer früheren Felseneremitage errichtet. La Torrona ist ein befestigtes barockes Haus des 18. Jahrhunderts mit einem Oratorium, das San Pedro gewidmet ist. Ein besonders außergewöhnliches Beispiel des volkstümlichen Barocks des 18. Jahrhunderts ist die Casa de las Postas, die auch Casona de las Postas heißt. Zu ihren charakteristischen Elementen gehören Wappenbögen und geschnitzte Holzdachvorsprünge, die mehr als anderthalb Meter auskragen. Das Oratorium von La Torrona und die Bauelemente der Casa de las Postas ergänzen die historische Bausubstanz um unterschiedliche Details des 18. Jahrhunderts.

Sakralbau und frühmittelalterliche Spuren

Die Ermita de Santa María liegt westlich des Ortskerns von Canduela auf der anderen Seite des Río Camesa. Der kleine romanische Sakralbau des 13. Jahrhunderts besitzt einen einschiffigen Grundriss, eine rechteckige Apsis und eine Glockengiebelwand. In der Necrópolis de Canduela gibt es zahlreiche frühmittelalterliche anthropomorphe Grabstätten, die möglicherweise ursprünglich einer Felseneremitage zugeordnet waren. Die Lage westlich des Flusses und die genannten Merkmale des Sakralbaus bilden einen eigenen Bezugspunkt neben den drei Siedlungsbereichen des Ortskerns.

Wanderung ab Canduela

Eine konkrete Möglichkeit, Canduela mit Bewegung und Landschaft zu verbinden, ist die Route „Necrópolis entre Canduela y Villanueva de Henares“. Sie bietet ab Canduela eine 5,7 km lange Hin- und Rückwanderung. Die Gesamtlänge ist für die Planung einer eigenständigen Runde klar benannt. Die Strecke verläuft abschnittsweise leicht bergab durch weite Wiesen mit eingestreuten Eichenhainen und Heidekrautbeständen. Diese Landschaftselemente begleiten den Weg neben dem festen Ausgangspunkt und der genannten Streckenlänge. Die Route bietet so einen klar beschriebenen Verlauf zwischen Canduela und Villanueva de Henares, ohne die historischen Ortsmotive mit dem Wanderabschnitt zu vermischen.

Weitere Ortsseiten

Santa María De Mave, Mave

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aguilar De Campoo.

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