Corullón zwischen romanischen Kirchen und Kastanienwegen

File:Corullon 04 iglesia San Esteban by-dpc.jpg File:Corullon 04 iglesia San Esteban by-dpc.jpg Foto: David Perez via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Auf der Ruta del Castillo de Corullón verlaufen etwas mehr als zehn Kilometer von der romanischen Iglesia de San Miguel über das als Bien de Interés Cultural geschützte Castillo de los Marqueses de Villafranca, einen Aussichtspunkt und ehemalige Viehhütten. Die Streckenlänge macht den Umfang des Rundgangs deutlich; Aussichtspunkt und ehemalige Viehhütten ergänzen die genannten Kirchen- und Burgstationen um weitere Wegpunkte.

Kultur

Die Iglesia de San Miguel ist seit ihrer Einstufung als historisch-künstlerisches Denkmal im Jahr 1931 ein Bien de Interés Cultural. Die Iglesia de San Esteban wurde am 16. Dezember 1086 geweiht. Im oberen Teil von Corullón nahe der Burg steht die Iglesia de San Pedro, eine Kirche romanischen Ursprungs. Zur Iglesia de San Esteban de Corullón gehört außerdem ein Portal, das gewisse Ähnlichkeiten mit der Portada de las Platerías der Kathedrale von Santiago de Compostela aufweist. Die Jahreszahlen und architektonischen Bezüge geben den Kirchen klar unterscheidbare historische Anhaltspunkte.

Natur

Für kürzere Routen stehen zwei Rundwege mit unterschiedlichen Anforderungen zur Verfügung: Los cerezos de San Juan ist 3 km lang, leicht und dauert etwa 45 Minuten. Los cerezos de San Martín misst 1,98 km, weist einen mittleren Schwierigkeitsgrad auf und dauert etwa 30 Minuten. Dadurch lässt sich der zeitliche Rahmen zusammen mit dem angegebenen Anspruch lesen, ohne die Strecken gleichzusetzen. Länge, Zeitangabe und Schwierigkeitsgrad machen den zeitlichen und körperlichen Rahmen beider Strecken direkt erkennbar. Die jahrhundertealten Kastanienhaine von Corullón umfassen zahlreiche Bäume dieses Alters; auf den Wegen durch diese Landschaft können Besucher Flora und Fauna entdecken. Die Route zum Convento Cabeza de Alba verbindet die Iglesia de San Esteban mit jahrhundertealten Kastanienhainen, Weinbergen und Kirschbäumen. Der Río Burbia gilt als Forellenfluss und zieht sich in Corullón durch Weideland, Bäume und fruchttragende Vegetation in weiten Mäandern.

Geschichte

Die Route zur Peña del Seo beginnt in Cadafresnas, führt durch die ehemalige Bergbausiedlung La Piela und erreicht die Peña del Seo durch eine Landschaft, die Geschichte und Bergpanorama verbindet. Auch die dortige Bergbaugeschichte ist zeitlich greifbar: An der Peña del Seo wurde Wolfram 1940 entdeckt; um 1947 wurde dort eine Aufbereitungsanlage mit Walzenmühle, Waschtisch und Sieb gebaut. Die beiden Jahresangaben trennen die Entdeckung des Rohstoffs vom späteren Bau der technischen Anlage. Damit werden Fund und Verarbeitung als unterschiedliche historische Schritte sichtbar. Route und historische Anlagen verknüpfen benannte Schauplätze mit der industriellen Vergangenheit der Peña del Seo.

Geografische Einordnung

Zum weiteren regionalen Umfeld von Corullón gehören das Museo del Ferrocarril, das Castillo De Los Templarios, das Museo de la Radio und das Museo del Bierzo. Ebenfalls in diesem weiteren regionalen Umfeld liegen Formigueiros, Campín de Murelos, Pía Paxaro und Paxaro.

Zum selben übergeordneten Ortsumfeld gehören außerdem Santa María De Ordás, Villarente, Chana de Somoza, Lago de Carucedo, Carucedo, La Cueta, Santa Lucía de Gordón und San Cristóbal De Valdueza.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: León.

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