Chana de Somoza – Felsplateau, Kirchen und Goldgeschichte

File:Chana de Somoza 01.jpg File:Chana de Somoza 01.jpg Foto: Rodelar via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Felsplateau und Teleno

Chana de Somoza liegt auf einer kleinen felsigen Hochebene mit Blick auf den Teleno. Von Chana de Somoza aus zeigt sich der Teleno mit seinen Tälern und glazialen Karen. Das Landschaftsbild wird von felsigem Untergrund, Bergrelief und eiszeitlich geprägten Geländeformen bestimmt. Der Ortsname führt hier nicht zu einem austauschbaren Bergmotiv, sondern zu einem klar umrissenen Blick auf den Teleno und seine Umgebung.

Sakrale Orte und dörfliche Architektur

Chana de Somoza besitzt eine Pfarrkirche mit dem Namen Santiago Apóstol. Die Pfarrkirche Santiago Apóstol in Chana de Somoza trägt ein rätselhaftes Steinkreuz auf ihrem Turm. In der Kapelle Santo Cristo befindet sich auf dem Retabel eine bemerkenswerte Magdalenenfigur, die aus der gleichnamigen aufgegebenen Siedlung stammt. Neben diesen sakralen Zeugnissen prägen traditionelle Gebäude den Ort. Ihre Dächer sind sorgfältig aus regionalem Schiefer gearbeitet. Zum traditionellen Ortsbild von Chana de Somoza gehören als Caleyas bezeichnete Gassen, Galerien und kleine Häuser mit Backöfen. Wenn Sie sich für regionale Bauformen interessieren, begegnen Ihnen hier verschiedene Details auf engem thematischem Raum: Kirche, Kapelle, Schieferdächer, Gassen und ländliche Häuser.

Felszeichen und überlieferte Handwerkskultur

Peña Ferrada ist eine senkrechte Felsplatte mit zahlreichen Hufeisen- und Kreuzmotiven in verschiedenen Größen. Im Gebiet Peña Martín gibt es Petroglyphen und weitere von Hirten in die Felsen eingebrachte Inschriften. Die beiden Felsorte stehen für unterschiedliche Formen sichtbarer Spuren: Bei Peña Ferrada fallen die wiederkehrenden Hufeisen- und Kreuzmotive auf, während Peña Martín mit Petroglyphen und eingeritzten Inschriften verbunden ist. Auch die traditionellen Galochen, die in Spanien Madreñas heißen, gehören zu den überlieferten Handwerksdetails. Diese Holzschuhe haben drei Absätze – zwei vorne und einen hinten –, wurden bei der Feldarbeit verwendet und schützten vor Feuchtigkeit.

Spuren des römischen Goldabbaus

Die Laguna de Chana de Somoza ist ein weitläufiger See, der aus dem römischen Goldabbau hervorgegangen ist. Der Cerro del Castro erinnert an den Goldabbau in römischer Zeit. Die Laguna de Chana de Somoza verbindet eine markante Geländeform mit der Geschichte des Goldabbaus, während der Cerro del Castro an die römische Epoche dieses Abbaus erinnert. Die Landschaft bleibt dabei mehr als ein einzelnes historisches Motiv und verbindet See, Gelände und Ortsgeschichte.

Route und Orientierung an der Laguna

Die Route von Astorga nach Pobladura de la Sierra führt über Chana de Somoza. In der näheren Umgebung von Chana de Somoza führt von Molinaferrera ein kurzer, ausgeschilderter Weg zur Laguna de Chana de Somoza. An der Laguna de Chana de Somoza erläutert eine Informationstafel ihre geologischen, biologischen und historischen Merkmale.

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