Arlanza: Jakobsweg, Dorfkultur und Bergbaugeschichte
Arlanza liegt am Camino Olvidado, einem Jakobsweg, und 210,830 km von Santiago entfernt. Auf dem Weg von Labaniego nach Arlanza begleiten Kastanien einen großen Teil des Jakobswegs; Arlanza wird nach der Überquerung des Flusses Noceda erreicht. Der landschaftliche Bezug des Ortes entsteht dabei aus dem Jakobsweg, den Kastanien und der Flussüberquerung.
Jakobsweg und Wege durch das Umfeld von Bembibre
Die Route „Ruta del dios COSUE“ führt durch sieben kleine Dörfer im Umfeld von Bembibre, darunter Arlanza. Sie ist wenig anspruchsvoll, bietet verschiedene Varianten und verläuft größtenteils über Wege oder Naturpisten. Für Wanderinteressierte beschreibt diese Route nicht nur einen einzelnen Zielort, sondern einen Verlauf durch mehrere kleine Dörfer mit unterschiedlichen Wegvarianten.
Kirche, Stelen und ländliche Baukultur
Religiöse Traditionen und örtliche Baukultur treten in Arlanza in mehreren Formen auf. In Arlanza sind mehrere dem Gott Cossus gewidmete Stelen erhalten. Die Kirche von Arlanza hat Nuestra Señora de la Asunción als Schutzpatronin. Das feierlichste Fest der Kirche von Arlanza ist das Corpus-Fest. Neben der Kirche Nuestra Señora de la Asunción in Arlanza befindet sich eine alte rekonstruierte Kelter.
Auch die erhaltenen Mühlen und weitere dörfliche Bauwerke gehören zu den konkreten Ortsmotiven. In Arlanza sind drei Mühlen erhalten, von denen eine kürzlich restauriert wurde. Am Fluss Noceda befindet sich in Arlanza eine restaurierte Mühle, die als sehenswerter Halt gilt. Der Brunnen mit Waschhaus in Arlanza gilt als sehenswerter Halt.
Arlanza verfügt über traditionelle ländliche Häuser mit Erdgeschoss und Obergeschoss, die aus Stein, Lehm, Schiefer und Holz errichtet sind. In Arlanza sind außerdem landwirtschaftliche und industrielle Gebäude erhalten, darunter Lehm- und Mauerwerksöfen, Keltern, Weinkeller, Ställe und Heuböden. Für Reisende mit Interesse an regionaler Architektur bleibt die Bauweise damit nicht auf Wohnhäuser beschränkt, sondern umfasst auch Wirtschaftsgebäude und ihre unterschiedlichen Funktionen.
Kultur und Bergbaugeschichte
Im Kulturzentrum „Casa de las Culturas“ in Bembibre befindet sich das Museo del Bierzo Alto. Seine Sammlung umfasst unter anderem Weihealtäre für asturische Gottheiten und eine Nachbildung des Edikts des Augustus, das 1999 in der Nähe des Ortes entdeckt wurde. Das Museum erweitert den kulturellen Rahmen um Objekte zu asturischen Gottheiten und um den Bezug zu einem historischen Edikt.
In Arlanza befindet sich die Bergbauanlage Cargadero de la Mina Sorpresas. Die Bergbaugeschichte von Arlanza reicht bis 1858 zurück, als die Mine „Ramoncita“ ausgebeutet wurde. Mit der Anlage Cargadero de la Mina Sorpresas und der Mine „Ramoncita“ sind zwei benannte Bergbaubezüge mit Arlanza verbunden.
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