Villafranca Montes De Oca: Jakobsweg, Sakralbauten und Eichenwald
Camino Francés, Montes de Oca und Hospital
Villafranca Montes De Oca zeigt seinen Charakter besonders an der Verbindung von Jakobsweg, sakraler Baugeschichte und lebendiger Festtradition. Am Ortsausgang von Villafranca Montes De Oca beginnt auf dem Camino Francés der Aufstieg in die Montes de Oca durch einen dichten Eichenwald. An der Fassade und am Eingang des ehemaligen Real Hospital de San Antonio Abad verläuft der Aufstieg entlang. Landschaft und Bauwerk stehen hier im selben Wegzusammenhang und geben dem Ort einen klar erkennbaren Bezug zum Pilgerweg.
Hospital mit Hof und Pilgerfunktion
Das Hospital de San Antonio Abad besitzt eine Eingangsfront aus dem 15. bis 16. Jahrhundert. Dahinter liegt ein Hof mit Überresten aus dem 15. Jahrhundert. Derzeit dient das Hospital de San Antonio Abad als Pilgerherberge. Die heutige Nutzung gehört damit zu einem Gebäude, an dem sich eine historische Front, ein älterer Hofbereich und die Geschichte des Pilgerns unmittelbar begegnen.
Ermita, Brunnen und Iglesia de Santiago
Zur sakralen Landschaft gehört die Ermita de la Virgen de la Oca, die das Bildnis der Virgen de Oca beherbergt. Neben der Ermita befindet sich der Pozo de San Indalecio, der der Überlieferung zufolge mit einem Wunder des Heiligen verbunden ist. In der Iglesia de Santiago el Mayor befindet sich ein romanistisches Retabel der Himmelfahrt. Eine große Muschel dient dort als Weihwasserbecken. Bildnis, überlieferte Erzählung, Retabel und Muschel verleihen den religiösen Orten jeweils einen eigenen konkreten Bezug.
Historische Spuren bis Valdefuentes
Eine weitere historische Spur führt zum Monasterio de San Félix de Oca. Es ist ein ehemaliges Bischofskloster, das auf einer römischen Villa errichtet wurde. Die Überreste werden auf die Zeit zwischen dem 6. und 9. Jahrhundert datiert. Ein kurzer Abstecher vom Ortsausgang von Villafranca Montes De Oca führt nach Valdefuentes. Dort befinden sich die Überreste eines bedeutenden Zisterzienserpriorats und -hospitals aus dem 12. Jahrhundert. So reicht die sichtbare Baugeschichte von römischer Grundlage bis zu mittelalterlichen Kloster- und Hospitalanlagen.
Feier von San Antón und San Antoñito
Zur Feier von San Antón und San Antoñito gehört ein traditionelles Essen aus mit Schweineprodukten gewürzten Saubohnen. Bei der Feier findet eine Prozession zur Ermita statt, bei der Bilder der Virgen und des San Isidro mitgeführt werden. Die Feier findet am ersten Augustwochenende statt. Bei der Prozession treten Tänzer auf, die Entradillas und Seguidillas aufführen. Sie tragen Pololos, Unterröcke, ein schräg über die Brust verlaufendes Band und ein Kopftuch. An den Tagen davor und danach werden Ausstellungen, Ausflüge, Konferenzen, traditionelle und Kinderspiele, Konzerte sowie Freilufttänze veranstaltet.
Weitere Orte: Lerma, Aranda De Duero, Barrio De Muñó, Los Tomillares, Mamolar, Rubena, Salas De Los Infantes, Santa Gadea Del Cid
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