Mamolar: Wald, Fels und Pilgerwege

File:Mamolar - Campanario de la iglesia.jpg File:Mamolar - Campanario de la iglesia.jpg Foto: Trastolillo via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Fast 800 Hektar Kiefernwald gehören zum Gemeindegebiet von Mamolar. Der Wald besteht überwiegend aus Waldkiefern und teilweise aus Harzkiefern. Mamolar liegt im Schatten der Peña Agulla; ihre Höhe wird mit 1.381 Metern angegeben. Zugleich entspringt hier der Río San Miguel und durchquert den Ort von Osten nach Westen. Kiefernwald, Berggestalt und Wasserlauf prägen damit die Landschaft rund um den Ort.

Natur

Der Wald von Mamolar gilt als reich an Pilzen. Dazu gehören Níscalos, Steinpilze, Mansarones, Babosillas und Capuchinos. Im Gemeindegebiet kommen außerdem Wacholder vor; sie stehen im Zusammenhang mit dem Gebiet Sabinares del Arlanza. Die felsigen Kalksteinabbrüche im Gebiet La Yecla y Sabinares del Arlanza bieten Lebensraum für Greifvögel, darunter etwa hundert Paare von Gänsegeiern.

Im weiteren regionalen Umfeld von Mamolar liegt die Schlucht La Yecla, eine tiefe, schmale, in Kalkstein eingeschnittene Schlucht. Sie lässt sich zu Fuß über Brücken und Hängebrücken erkunden. Felsformationen und die dort vorkommenden Vogelarten bilden dabei ein Naturmotiv der Schlucht La Yecla; der Kiefernwald von Mamolar gehört zur Landschaft des Ortes.

Weitere Orte: Castrillo de la Vega, Oña, Cadiñanos, Las Quintanillas, Quintanilla San García, Carcedo de Burgos, Pradoluengo, Población De Arreba

Wege

Mehrere benannte Wege führen durch Mamolar oder verlaufen an dem Ort. Der Jakobsweg Ruta de la Lana verläuft durch Mamolar; der 18 Kilometer lange Abschnitt führt durch Huerta del Rey, Mamolar und Santo Domingo de Silos. Der Camino Jacobeo Castellano-Aragonés, auch Camino Soriano-Aragonés genannt, führt von San Leonardo de Yagüe über Hontoria del Pinar, La Gallega und Mamolar nach Santo Domingo de Silos.

Mamolar liegt außerdem an der Gravelroute El Destierro und an der Route El Destierro für BTT/MTB.

Kultur und Geschichte

Die Pfarrkirche von Mamolar ist Santa Centola geweiht und zählt zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes. Am Ortseingang steht die Ermita de Santiago.

Auch der Ortsname verweist auf die Landschaft. Eine Deutung verbindet Mamolar mit der felsigen Gestalt des Gebiets und mit einem Berg in Form eines Mühlsteins. Diese Deutung ist in einem Manuskript des Klosters Santo Domingo de Silos aus dem Jahr 1171 überliefert.

Die ersten Wiederbesiedler kamen vermutlich im Zuge der christlichen Rückeroberung im 10. Jahrhundert nach Mamolar. Später war der Ort in der Comarca als „Dorf der Schreiner“ bekannt. Die dortigen Handwerker waren auf die Herstellung von Treppen und Türen spezialisiert. Landschaftsform, frühe Wiederbesiedlung und traditionelles Handwerk stehen so neben den religiösen Bauwerken des Ortes.

Traditionen

Bei der jährlichen Pingada del Mayo wird neben der Kirche Santa Centola ein Kiefernstamm von Hand aufgerichtet. Im Dezember wird in Mamolar die Fiesta de la Matanza gefeiert.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Burgos.

Unterkünfte in Mamolar vergleichen

Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.

Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com

Für Anbieter