Montañana: Ebro, Wege und romanische Kirche San Andrés

File:Montañana (Miranda de Ebro) 01.jpg File:Montañana (Miranda de Ebro) 01.jpg Foto: Zarateman via Wikimedia Commons, CC0

Montañana verbindet den Ebro mit einer romanisch geprägten Ortsgeschichte und mehreren Wegen durch das Umland. Am Rand des Ortes bildet der Ebro die Grenze zur benachbarten Region Álava. Zugleich führt die Route GR 291 „Agua y Roca“ durch Montañana und verbindet die Montes Obarenes mit dem Ebro zwischen Pancorbo und Miranda de Ebro. Damit treffen hier eine klar benannte Flussbeziehung und eine überörtliche Route aufeinander.

Routen

Die GR 291 „Agua y Roca“ ist in drei Etappen gegliedert. Von Pancorbo nach Santa Gadea del Cid sind es 18,60 km, von Santa Gadea del Cid nach Suzana 17,10 km und von Suzana nach Pancorbo 23,40 km. Die unterschiedlichen Distanzen helfen dabei, die drei Abschnitte nach ihrem jeweiligen Umfang einzuordnen. Die Route verläuft über Forstwege, Wege und Pfade; diese Wegtypen gehören somit ebenso zu ihrer Streckenführung wie die Verbindung zwischen den Montes Obarenes und dem Ebro.

Eine weitere Möglichkeit bietet Etappe 11 des Camino Natural del Ebro. Sie verlässt Montañana neben der Kirche San Andrés, führt über den Weg von Carrasuzana nach Südosten und mündet in die Straße nach Miranda. Zwischen Sobrón und Miranda de Ebro verläuft sie durch die am Fluss gelegenen Orte Guinicio, Montañana, Suzana und La Nave. Auf der Etappe führt der Weg außerdem vor dem Friedhof von Montañana vorbei. Der Friedhof ist über eine asphaltierte Piste erreichbar.

Natur

Zu den landschaftlichen Besonderheiten gehören die künstlichen Lagunen von Yelsos. Sie wurden in einem Mäander des Ebro durch Kiesabbau gebildet. So ist ihre Entstehung unmittelbar mit dem Flusslauf und einer früheren Nutzung des Geländes verbunden.

Der Sendero Campos de Montañana beginnt neben der Kirche San Andrés; dort befindet sich auch die Informationstafel des Weges. Der Sendero führt durch bewirtschaftete Felder und bietet am Horizont Ausblicke auf die Montes Obarenes. Außerdem führt er in eine kleine Gruppe von Pyrenäen-Eichen (roble melojo), die als Relikt der natürlichen Vegetation der Ebenen von Montañana gilt. Der Verlauf verbindet damit den Ausgangspunkt am Ortsbau mit Feldern, Fernblicken und einem benannten Bestand von Eichen.

Kirche und Ortsbild

In Montañana steht die romanische Kirche San Andrés aus dem 12. Jahrhundert. Die Pfarrkirche stammt aus dem letzten Drittel dieses Jahrhunderts. Ihr romanisches Portal besitzt drei Archivolten und vier Säulen mit Kapitellen. Die Kapitelle sind mit natürlichen Motiven, Blumen und fleischigen Blättern verziert. Im Inneren der Kirche befindet sich außerdem ein romanisches Taufbecken aus Kalkstein.

Auch die Lage der Kirche gehört zum Ortsbild: Die Straße von Miranda de Ebro über La Nave und Suzana teilt Montañana in zwei Teile, während die Pfarrkirche San Andrés auf ihrer rechten Seite liegt. Dadurch stehen die romanischen Baumerkmale, der Verlauf der Straße und der Beginn des Sendero Campos de Montañana in einem unmittelbar beschriebenen Zusammenhang.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Miranda De Ebro.

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