Barbadillo del Pez: Soportales, Río Pedroso und Wege

File:Barbadillo del Pez.jpg File:Barbadillo del Pez.jpg Foto: Thomas Holbach via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Barbadillo del Pez liegt in der Sierra de la Demanda. Charakteristisch für den Ort sind die Soportales de Barbadillo del Pez: Sie erstrecken sich entlang der Hauptstraße und gelten als Merkmal der traditionellen Architektur. Zugleich dienen sie weiterhin als funktionale Räume für soziale und kommerzielle Aktivitäten. Im Ortsbild bleibt damit die Verbindung von Bauform und täglichem Gemeindeleben sichtbar.

Architektur und Industriegeschichte

Ein weiterer konkreter Bezug zur Vergangenheit ist die Fábrica de electricidad „La Pelotera“. Sie stammt aus den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts und wurde am 25. November 1911 eingeweiht. Außerdem ist sie mit dem industriellen Kulturerbe von Kastilien und León (Castilla y León) als historisches Zeugnis der Industriegeschichte verbunden. Zusammen mit den Soportales bildet sie einen kulturellen Schwerpunkt, der sich aus unterschiedlichen Epochen und Funktionen zusammensetzt.

Am Río Pedroso

Die Cascada de cauce molinar entsteht dort, wo der Mühlkanal in den Río Pedroso fällt. Gemeinsam mit der alten Mühle gilt sie als touristische Attraktion und Erholungsort für Einheimische und Besucher. Der Wasserlauf bringt dabei ein weiteres Landschaftsmotiv in die Ortsbetrachtung: Nicht nur historische Gebäude, sondern auch die Verbindung von Mühltechnik und Fluss prägt diesen Teil von Barbadillo del Pez.

An den Ufern des Río Pedroso wachsen Eichen, Buchen, Ebereschen, Eschen, Linden und Weiden. Zum Naturraum des Flusses gehören unter anderem Wanderfalken, Gänsegeier, Reiher, Wasseramseln und Eisvögel. Wer sich für den Gegensatz von bewaldeten Ufern und bewegtem Wasser interessiert, findet hier eine besonders klar beschriebene Verbindung von Pflanzenwelt, Flusslandschaft und Tierbeobachtung.

Wege, Ausblicke und Erinnerungsorte

Die Ruta del Río Pedroso y el Valle de Valdelaguna führt unter anderem über Barbadillo del Pez. Für Reisende, die Landschaft und Kulturgeschichte miteinander betrachten möchten, steht diese Route neben den historischen Punkten des Ortes und den Flussmotiven der Umgebung. Eine weitere Perspektive eröffnet die Ermita de Santa María nahe bei Barbadillo del Pez. Sie war die Pfarrkirche der nahe gelegenen, heute verlassenen Siedlung Urrilla.

Die Ermita de Santa María steht auf einem Hügel, von dem aus sich das Tal des Río Pedroso und insbesondere das Tal von Valdelaguna überblicken lassen. Damit gehören zu ihrer Geschichte nicht nur die Verbindung mit Urrilla, sondern auch ein weiter Blick über zwei benannte Landschaftsräume. Die als Puente de Urrilla bekannte Brücke gilt als möglicher Überrest der durch das Gebiet von Barbadillo del Pez verlaufenden Römerstraße.

Von der Ortslage Barbadillo del Pez führt ein Feldweg in nordwestlicher Richtung zur Ermita de San Quirico y Santa Julita. Der Weg ist drei Kilometer lang und verläuft durch eine nahezu unberührte Waldlandschaft. Seine klare Richtungsangabe, die Länge und der Verlauf durch den Wald machen ihn zu einem eigenständigen Landschaftsbezug innerhalb der beschriebenen Wege rund um den Ort.

Auch die traditionelle Romería de la Virgen del Rebollar verbindet Barbadillo del Pez mit anderen Orten: Sie bringt Barbadillo del Pez, Quintanilla de Urrilla, Hoyuelos de la Sierra und Vallejimeno zusammen. So reicht der kulturelle Radius von den Soportales und der Fábrica de electricidad bis zu Flusslandschaft, historischen Wegen, verlassenen Siedlungen und gemeinschaftlichen Traditionen.

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