Atapuerca: UNESCO-Welterbe, Höhlen und historische Wege
File:Atapuerca, 09199, Burgos, Spain - panoramio.jpg
Foto: Lucas Martínez Farra… via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Archäologie, Landschaft und klare Reiseinteressen
Atapuerca zeigt seine besondere Seite dort, wo Archäologie und Landschaft unmittelbar aufeinandertreffen. Die archäologischen Fundstätten der Sierra de Atapuerca wurden im Jahr 2000 zum UNESCO-Welterbe erklärt. In der Sierra befinden sich außerdem die frühesten und umfangreichsten Nachweise menschlicher Präsenz in Europa. Für eine Kulturreise steht damit ein klarer Schwerpunkt im Mittelpunkt: menschliche Geschichte an konkreten Orten der Landschaft.
Die geführte Besichtigung der Fundstätten von Atapuerca startet an den Besucherempfangszentren CAREX in Atapuerca oder CAYAC in Ibeas de Juarros. Wenn die Abfahrt vom CAREX erfolgt, dauert die Besichtigung ungefähr eine Stunde und 45 Minuten.
Das CAREX ergänzt den Besuch um einen eigenen archäologischen Schwerpunkt. Es dient der Vermittlung experimenteller Archäologie und beherbergt Spaniens erste Dauerausstellung zur experimentellen Archäologie. Neben den Fundstätten selbst gehört damit auch die experimentelle Archäologie zu den klaren Themen eines Aufenthalts in Atapuerca.
Zwischen botanischem Weg und Karsthöhlen
Für Natur- und Spazierinteressen steht Atapuerca Natural. Dazu gehört ein geführter Spaziergang auf dem botanischen Weg neben den archäologischen Fundstätten und in der Umgebung der Sierra de Atapuerca. Beim Rundgang lernen Besucher die Flora und Fauna der Sierra kennen. Der Weg verbindet eine geführte Bewegung durch die Landschaft mit einem ausdrücklich botanischen und naturkundlichen Blick.
Die Sierra de Atapuerca selbst ist ein Karstkomplex mit zahlreichen Höhlen, von denen viele nach außen geöffnet sind. Eine davon ist die Cueva Peluda. Ihr Verlauf ist leicht begehbar und für alle Besuchergruppen geeignet. Bei Atapuerca Espeleo besuchen die Teilnehmer diese Höhle, die zu den bekanntesten Höhlen der Trinchera del Ferrocarril gehört.
Wege und historische Bezugspunkte
Die Besichtigung der Fundstätten führt durch die sogenannte Trinchera del Ferrocarril, einen künstlichen Durchgang durch Kalkstein, der Anfang des 20. Jahrhunderts in der Sierra angelegt wurde. Dabei werden die Fundstätten Sima del Elefante, Galería und Gran Dolina besucht. Hier liegen Landschaftsform und archäologische Schauplätze eng in einem Besichtigungsverlauf zusammen.
Die Pfarrkirche San Martín steht auf einer Anhöhe nördlich von Atapuerca und verbindet gotische mit Renaissance-Stilen. In der unmittelbaren Umgebung der archäologischen Fundstätten von Atapuerca verläuft der Camino de Santiago. Er gilt als wichtigste Pilgerroute Europas und gehört seit 1993 zum UNESCO-Welterbe.
Der Menhir „Fin del Rey“ ist der Überlieferung nach mit dem Tod Garcías III. von Navarra in der Schlacht von Atapuerca im Jahr 1054 verbunden. Die Dolmenhügel liegen am Camino de San Juan, der auch Carresanjuán heißt.
So lässt sich Ihr persönlicher Reiserhythmus an den Themen ausrichten, die Atapuerca besonders deutlich prägen.
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