Navamorcuende: Kultur, Natur und Wege
Navamorcuende verbindet archäologische Geschichte mit historischen Bauwerken und Wegen in die Landschaft. Zur prähistorischen Vergangenheit gehört die Cueva del Boquique, eine archäologische Fundstätte in Navamorcuende, an der Überreste gefunden wurden, die der bekannten Boquique-Keramik ihren Namen gaben. Die Fundstätte und der Weg tragen denselben Namen und verknüpfen Archäologie mit Landschaft. Die Ruta del Boquique verbindet Navamorcuende mit der umgebenden Natur und der archäologischen Fundstätte Cueva del Boquique.
Kultur und Geschichte
Die Iglesia de Santa María de la Nava ist eine Renaissancekirche, die Mitte des 16. Jahrhunderts erbaut wurde und als Bien de Interés Cultural geschützt ist. Die zeitliche Einordnung der Bauwerke reicht vom 16. bis zum 18. Jahrhundert; die geschützte Renaissancekirche gehört zu diesen historischen Zeugnissen. Die Ermita del Santo Cristo de los Remedios wurde 1792 erbaut und liegt an der Straße in Richtung El Piélago. Die Ermita de Nuestra Señora de la Encarnación, auch Ermita del Guadyerbas genannt, ist eine rechteckige Kapelle aus dem 16. Jahrhundert, die vom angrenzenden Weg aus zu sehen ist.
Der Palacio de los Marqueses ist ein 1697 errichtetes barockes Gebäude, das auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Festung erbaut wurde. Auf der Plaza Comandante Rodrigo steht die Fuente de la plaza, ein Brunnen aus dem 18. Jahrhundert mit einem achteckigen Becken und einer Brüstung aus großen Steinquadern. An der Straße von Navamorcuende in Richtung El Real de San Vicente befinden sich vier Wassermühlen in unterschiedlichem Erhaltungszustand.
Natur
Das Umfeld der Sierra de San Vicente bei Navamorcuende bietet Wanderwege, natürliche Aussichtspunkte und mediterrane Waldlandschaften für aktive Freizeitgestaltung. Der Melojar de la Sierra de San Vicente ist ein Waldgebiet in Navamorcuende mit Eichen, Kastanien, Steineichen, Pyrenäen-Eichen, Weißdornen und Eschen. Die Bäume dort können bis zu 600 Jahre alt werden und einen Durchmesser von bis zu zwei Metern erreichen.
Der Mirador de los Molinos bietet Ausblicke auf den Stausee und die Natur der Region.
Routen
Die PR-TO 58 Ruta del Pantano beginnt im Süden von Navamorcuende an der Calle Cambija und führt durch die Natur. Sie führt durch dichte Eichen- und Kiefernwälder und erreicht anschließend den Piélago-Staudamm am Guadyerbas-Stausee. Die Route verfügt über interpretative Beschilderung.
Traditionen
Das Belén Viviente de Navamorcuende findet jährlich in drei Aufführungen rund um Weihnachten statt. Es stellt mehr als fünfzig traditionelle Berufe und Tätigkeiten nach, darunter Mehl- und Ölmühlen, Wäscherinnen, Webstühle, Schmiede und Korbflechterei. An der Veranstaltung wirken 150 bis 200 ehrenamtliche Teilnehmer mit.
Weitere Orte dieser Auswahl sind Torrijos, La Nava De Ricomalillo, Santa Olalla, Torrico, Mejorada, Yuncler, Las Navillas und Lillo.
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