La Villa de Don Fadrique entdecken: Geschichte, Natur und Feste
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Foto: Rodelar via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
La Villa de Don Fadrique verbindet ein vielschichtiges historisches Ortsbild mit Naturbeobachtung, Wegen durch das Gemeindegebiet und Festen, deren Formen von mittelalterlichen Märkten bis zu regionalen Umzügen reichen. Wer Spanien abseits austauschbarer Ferienkulissen kennenlernen möchte, findet hier konkrete Spuren lokaler Geschichte und lebendiger Traditionen.
Historisches Ortsbild
Im Ortsbild von La Villa de Don Fadrique stehen mehrere historische Bezugspunkte. Die Iglesia Parroquial de Nuestra Señora de la Asunción bewahrt ein gotisches Westportal aus dem frühen 16. Jahrhundert. Ihr Bau begann 1506 unter Pedro Naharro. An der Fassade unterhalb des Dachvorsprungs befindet sich ein Wappen mit den königlichen Wappen von Kastilien und León, verbunden mit dem Kreuz von Santiago. Der betreffende Turm ist nicht der heutige Turm; das heutige Gebäude wurde Ende der 1960er-Jahre auf dem Grundriss des früheren Gebäudes errichtet. Die Casa de los Laras stammt aus dem späten 17. Jahrhundert und bewahrt einen Säulenhof sowie obere Galerien. Die Casa de las Llaves besitzt ein Portal aus behauenem Formstein aus dem 16. Jahrhundert; am Türsturz befinden sich eine päpstliche Tiara und gekreuzte Schlüssel. Die Casa de la Torrecilla entstand als eine Art Festung mit Lehmziegelmauern, Schießscharten und dem kleinen Steinturm, der Torrecilla.
Eine Kapelle wird erstmals in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erwähnt. Ein Gebäude wurde 1515 vom Santiagoorden als Unterkunft für arme Menschen und Reisende errichtet und bewahrt zwei steinerne Portale, die einst zu getrennten Bereichen für Männer und Frauen führten.
Laguna del Salobral und Wege
Die Laguna del Salobral ist ein abflussloses Ökosystem, das sich für Spaziergänge und die Beobachtung von Wildtieren eignet. Dort gibt es ein Vogelbeobachtungs-Observatorium; außerdem hat die Laguna den Status eines besonderen Vogelschutzgebiets (ZEPA). Der Río Gigüela bildet die westliche Grenze des Gemeindegebiets von La Villa de Don Fadrique zu La Puebla de Almoradiel. Der als „El Trenillo“ bezeichnete Korridor ist knapp 30 Kilometer lang und für Radfahrende, Spaziergänger und Reitende geeignet. Eine Route verläuft an der Westseite des Gemeindegebiets parallel zum Río Riánsares. La Villa de Don Fadrique ist Anfangs- und Endpunkt von Etappen.
Handwerk und Feste
Lokales Leben zeigt sich auch in den textilen Handarbeiten: Viele Frauen in La Villa de Don Fadrique pflegen weiterhin Stickerei, Klöppeln und Häkeln. Die Jornadas Fadriqueñas gehören zum immateriellen Kulturerbe des Ortes. Zu ihnen gehören Theater, Musik, historische Vorträge, gastronomische Verkostungen und ein Mittelaltermarkt im Ortszentrum zwischen der Plaza de la Glorieta und der Plaza Mayor.
Der Karneval von La Villa de Don Fadrique findet am Sábado de Piñata, also nach Aschermittwoch, statt. Seinen Höhepunkt erreicht er bei einem regionalen Umzug von Comparsas und Festwagen und endet mit dem Entierro de la Sardina. Zu den Feierlichkeiten zu Santísimo Cristo del Consuelo gehört eine Prozession durch die Straßen der Stadt; sie macht Halt an der Ermita de Santa Ana. Diese Feierlichkeiten finden am zweiten Septemberwochenende statt.
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