Rillo de Gallo: Geopark, Felsmalereien und Dorfgeschichte

File:El Capricho, Rillo de Gallo, Guadalajara, España, 2017-05-25, DD 18.jpg File:El Capricho, Rillo de Gallo, Guadalajara, España, 2017-05-25, DD 18.jpg Foto: Diego Delso via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Rote Hochflächen und Geoparklandschaft

Rillo de Gallo liegt in einer Landschaft, die von rötlichem Gestein und weiten Hochflächen geprägt ist. Zu ihr gehören rötliche Sandsteine sowie Wacholder- und Kiefernvegetation. Der Charakter des Ziels entsteht aus dem unmittelbaren Zusammenspiel von Gestein, Hochflächen und mediterran geprägter Vegetation.

Der Raum von Rillo de Gallo liegt im UNESCO-Geopark Molina-Alto Tajo. Die umliegenden Rodeno-Formationen gehören zu diesem Naturerbe und bieten Möglichkeiten zur geologischen Interpretation und zum Wandern. Die Rodeno-Formationen verbinden dabei geologische Beobachtung und Wandern als zwei ausdrücklich benannte Zugänge zur Landschaft. In Rillo de Gallo ergänzt die Routenplatte die markierte Wegführung des GR-66. Durch Rillo de Gallo führt außerdem der GR-66 „Camino de la Hermandad“. Die Route ist mit den charakteristischen Farben eines Fernwanderwegs markiert; in Rillo de Gallo wurde eine Routenplatte angebracht. Der Camino de la Hermandad ist der Guadalajara-Abschnitt des GR-66 und durchquert den Geopark Molina-Alto Tajo von Milmarcos bis Peralejos de las Truchas an der Puente del Martinete.

Baugeschichte, Felskunst und Ortsmitte

Die Iglesia de la Asunción de Nuestra Señora hat mittelalterliche Ursprünge und wurde später umgebaut. Sie bewahrt traditionelle architektonische Elemente der Region. An der Kirche treffen mittelalterlicher Ursprung und spätere Umbauten als Teile ihrer heutigen Baugeschichte zusammen. Auf dem Hauptplatz von Rillo de Gallo steht ein öffentlicher Brunnen mit einer Bronzebüste von Calixto Rodríguez. Sakralbau und Platzgestaltung führen so von der regionalen Architektur zu einem konkreten Zeichen lokaler Erinnerung.

In der Nähe von Rillo de Gallo liegen die Abrigos Rupestres de Rillo de Gallo. Dabei handelt es sich um prähistorische levantinische und schematische Felsmalereien, die seit 1998 UNESCO-Welterbe sind. Der Zugang ist weder ausgeschildert noch physisch geschützt. Für den Besuch wird empfohlen, die Felsunterstände in Begleitung ortskundiger Personen aufzusuchen.

Arroyo Viejo und Spuren der Erdgeschichte

Im Barranco des Arroyo Viejo bei Rillo de Gallo befindet sich ein deutlich ausgeprägter geologischer Aufschluss, an dem sich die geologische Entwicklung der Erde untersuchen lässt. Im geologischen Gebiet des Arroyo Viejo wurden fossile Nadelholzstämme aus dem Paläozoikum gefunden. Außerdem wurden dort Spuren großer Reptilien in triassischen Sanden entdeckt. So stehen dort Paläozoikum und Trias anhand konkreter Funde sichtbar nebeneinander.

Historische Spuren im Umfeld

Die Ermita de la Virgen de la Carrasca befindet sich auf einem kleinen Hügel in einer heute verlassenen Siedlung sechs Kilometer nördlich des Ortskerns von Rillo de Gallo und ist vollständig eingestürzt. In Villacabras nahe Rillo de Gallo wurden keltiberische Überreste gefunden. Beide Orte erweitern den Blick über die Ortsmitte hinaus auf die historische Besiedlung und die Zeugnisse früherer Kulturen.

Weitere Orte im selben Zielgebiet

Weitere Orte im selben Zielgebiet: Arbancón, Alhóndiga, El Olivar, Alcoroches, Bustares, Orea, Majaelrayo, Irueste.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Guadalajara.

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