Algora – Kultur, Natur und paläontologische Fundstellen

File:Algora, 19268, Guadalajara, Spain - panoramio - José Ibáñez (1).jpg File:Algora, 19268, Guadalajara, Spain - panoramio - José Ibáñez (1).jpg Foto: José Ibáñez via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

In Algora steht die Picota de Algora, eine aus Sandstein gefertigte Picota aus dem 18. Jahrhundert, die von einer Kugel gekrönt wird. Die Pfarrkirche von Algora ist ein einschiffiger steinerner Sakralbau aus dem 16. Jahrhundert. Ihr einschiffiges Inneres gliedert sich in drei Joche; gerippte Kreuzrippengewölbe sind mit Kreuzen und Medaillons versehen. Neben der Fuente del Cristo steht die Ermita del Cristo del Humilladero. Aufgrund ihrer romanischen Bauweise scheint sie Ende des 12. Jahrhunderts fertiggestellt worden zu sein. Algora war im 11. Jahrhundert zunächst eines der Dörfer des Hauses Medinaceli, ging später an das Haus Infantado über und erhielt zur Zeit Karls III. das Villazgo-Privileg.

Naturraum und Ortsfeste

Algora gehört zu den Gemeinden, in denen das ZEC-ZEPA-Gebiet Barranco del Dulce ES0000166 liegt. Das Gebiet entspricht dem Naturpark Barranco del Río Dulce. Die Patronatsfeierlichkeiten von Algora fallen mit dem Fest der Virgen del Carmen Mitte August zusammen. Dazu gehören eine Messe zu Ehren der Virgen del Carmen und eine Prozession sowie öffentliche Tanzveranstaltungen, sportliche Aktivitäten und traditionelle Spiele.

Routen rund um Algora

Die Route Algora–Baides ist 17,39 Kilometer lang, weist 212 Höhenmeter auf und hat einen mittleren Schwierigkeitsgrad. Die Rundroute Algora–La Cabrera und Lavendelfelder ist 14,20 Kilometer lang und für Unternehmungen im Sommer vorgesehen.

Historische Spuren im Gelände

Algora I umfasst einen etwa 2,3 Kilometer langen Schützengrabenabschnitt, der vom Gelände El Tomillar in südöstlicher Richtung bis zu den Llanos de Venarejo verläuft und dort an der Schlucht des Arroyo del Tejar endet. Algora I weist entlang der Schützengrabenlinie zahlreiche Schießstände sowie rückwärtige Unterstände mit steinernen Brustwehren auf. Die Überreste von Algora I markieren den italienischen CTV-Truppen gegenüberliegende Stellungen an deren Ausgangsbereichen, die am ersten Tag der Offensive überrannt wurden. Algora II besteht aus drei in den Hang eines Hügels gegrabenen Strukturen. Die nördlichste Struktur von Algora II besitzt an ihrem mittig zugänglichen Eingang eine doppelte Mauer und ist zugänglich. Die drei Strukturen von Algora II erstrecken sich über 50 Meter; die Abstände zwischen ihnen sind unregelmäßig.

Fundort TM049

Vom Ort Algora führt ein Weg in südwestlicher Richtung nahezu parallel zur Autobahn zu den Steinbrüchen des Fundorts TM049; die Steinbrüche liegen etwas weniger als 2 Kilometer vom Ort entfernt. Der Besuch des Steinbruchs des Fundorts TM049 ist nur mit Genehmigung des Eigentümerunternehmens möglich. Das paläontologische Wirbeltierfundgebiet in Algora gilt als das erste echte cenomanische Wirbeltierfundgebiet im Südwesten Europas. Am karstigen paläontologischen Fundort TM049 wurde eine reichhaltige Wirbeltierfauna des späten Miozäns (Ventium, MN13) von großem paläontologischem und biostratigrafischem Interesse gefunden.

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