Olmedilla De Alarcón – Kirche, Stausee und lebendige Traditionen
Olmedilla de Alarcón verbindet sakrale Kunst, verschwundene Geschichte und Landschaft am Wasser mit Festen, die bis heute zum Ortsleben gehören. Am Ufer des Stausees von Alarcón steht im Gemeindegebiet von Olmedilla das Monumento a Gascas, ein steinerner Monolith zum Gedenken an Gascas de Alarcón. Der frühere Ort wurde nach dem Bau des Staudamms von Alarcón überflutet. Sinkt der Wasserstand des Stausees im Sommer, werden Teile der Mauern und Ruinen von Gascas de Alarcón sichtbar.
Sakrale Kunst und Spuren der Vergangenheit
Ein wichtiger kultureller Bezugspunkt ist die Parroquia de San Pedro y San Pablo, die zu Beginn des 18. Jahrhunderts erbaut wurde. Im Inneren befinden sich Fresken mit Allegorien auf die Schlacht von Lepanto von 1571. Das ehemalige romanische Taufbecken der Kirche wird heute im Museo Arqueológico de Cuenca aufbewahrt. Auch der städtische Park von Olmedilla de Alarcón gehört zu den besichtigbaren Orten: Sein eindrucksvoller Eingang besitzt mehrere Bögen, während das Wappen des Ortes auf den Pflastersteinen erscheint.
Am Stausee unterwegs
Die Etappe 11 des Camino Natural del Júcar führt am Stausee von Alarcón entlang durch eine überwiegend landwirtschaftlich geprägte Umgebung. Mediterranes Buschland, Steineichenbestände und Kiefernwälder prägen die Landschaft dieser Strecke. Nach etwa 3,5 km am Stausee erreicht man auf der Etappe eine Abzweigung nach Olmedilla de Alarcón. Der Camino Natural weist außerdem zwei saisonale Unterbrechungen auf, die bei sehr hohem Wasserstand des Stausees von Alarcón nicht passierbar sind. Vor dem Aufbruch sollte man sich über die aktuelle Situation informieren.
Türme, Straßen und Naturgebiete
Zur historischen Umgebung gehört die Torre de Atojallano. Der Turm hat drei Stockwerke und war Station Nr. 17 der optischen Telegrafenlinie Madrid–Valencia, die von 1850 bis 1855 betrieben wurde. Eine andere Verbindung von Ort und Landschaft schafft die Carrera Popular „Pinos de Abdón“. Der Lauf führt durch die Straßen des Ortes und an Naturgebieten wie dem Arroyo de la Hoz vorbei. Sein Kurs ist gemischt städtisch und ländlich angelegt und umfasst zwei Runden.
Feste mit lokaler Beteiligung
Seit der Einweihung des Gascas-Monuments im Jahr 2010 findet in Olmedilla de Alarcón jedes Jahr ein Homenaje a Gascas statt. Auf diese Gedenkveranstaltung folgt eine Messe am Ufer des Stausees. Die Patronatsfeste Fiestas Patronales de San Roque finden jedes Jahr im August statt. Für 2026 waren sechs Tage vorgesehen: vom 13. August bis zum 18. August, mit Musik, taurischen Veranstaltungen, Verbenas und Aktivitäten für alle Altersgruppen. Zu den Feierlichkeiten gehört außerdem ein traditionelles gemeinschaftliches Caldereta-Essen, an dessen Zubereitung sich die Einwohner beteiligen.
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