La Frontera: Berglandschaft, Geschichte und Gachas
File:Catedral, Jerez de la Frontera, España, 2015-12-07, DD 21-23 HDR.JPG
Foto: Diego Delso via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Berglandschaft und historische Bauwerke
La Frontera liegt in einer Berglandschaft, in der ländliche Wege zu erhöhten Aussichtspunkten mit Panoramablicken über das Gebiet führen. Im Ort verbinden sich Bauwerke, Spuren verschiedener Epochen und überlieferte Speisen zu einem vielseitigen Bild. Die Casa del marqués ist ein mittelalterlicher Palast mit militärischen Elementen. Sie wird als Casa Rectoral genutzt und ist besuchbar – ein konkreter Ort, an dem Sie die Geschichte La Fronteras an einem einzelnen Gebäude erleben können.
Kirchen, Festung und Ortsbild
Die Kirche San Andrés Apóstol ist die Pfarrkirche von La Frontera und ein barocker Sakralbau mit Bauelementen aus dem späten 17. Jahrhundert. Zu ihr gehört ein kunstvoll gearbeitetes Taufbecken. Die restaurierte Ermita de Nuestra Señora de Belén ist dagegen eine romanische Kapelle, die an den Gemeindefriedhof angebaut ist. Die Ruinen des Castillo de La Frontera bewahren eine mittelalterliche Festung, die mit der Verteidigung zwischen christlichen und muslimischen Gebieten verbunden war. In mehreren Straßen sind traditionelle Fassaden mit Tejaroces erhalten. Die kleinen Vordächer über Türen und Fenstern gehören zum volkstümlichen architektonischen Erbe. Der Cristo de San Isidro ist ein Monument aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, dem in La Frontera eine starke lokale Verehrung gilt. An der Fuente de San Juan gibt es archäologische Spuren antiker Siedlungen.
Gachas und handwerkliche Liköre
Zur kulinarischen Seite von La Frontera gehören Gachas, die über einem Holzfeuer zubereitet werden. Das Rezept verwendet Mehl aus Almorten, Schweinebauch oder Speck und Safran. Einen weiteren lokalen Akzent setzt Licores Mayordomo. Das Familienunternehmen produziert in La Frontera seit mehreren Generationen handwerklich hergestellte Liköre auf der Grundlage von Tresterdestillaten. Wie stark dieses Gericht im Ort verankert ist, zeigte der erste regionale Gachas-Wettbewerb: An einem Februartag kamen dabei rund 200 Menschen in La Frontera zusammen.
Wanderrouten zwischen Plaza und Gipfel
Die Wanderroute El Poste–La Canaleja beginnt in La Frontera, führt hinauf zum Pico del Poste und anschließend hinunter zur Fuente de la Canaleja. Die Wanderung Subida al Poste y La Canaleja startet an der Plaza del Castillo, führt an der Lagune Tío Dámaso vorbei und folgt Forstwegen in Richtung des Aufstiegs. Bei der Subida al Poste gab es Strecken über 12 und 17 Kilometer durch La Dehesa, vorbei an der Fuente de la Canaleja und zur Subida al Poste mit einem geodätischen Punkt auf 1.430 Metern Höhe. Die Ortsgeschichte bleibt mit dem Jahreslauf verbunden: Das San-Isidro-Fest am 15. Mai umfasst die Segnung der Felder und volkstümliche Rituale.
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