Mariana zwischen Romanik, Waldwegen und Festen

File:Entrada de la Reina Mariana Neoburgo en el Alcazar de Madrid 1690.jpg File:Entrada de la Reina Mariana Neoburgo en el Alcazar de Madrid 1690.jpg Foto: Giadrico7 via Wikimedia Commons, CC0

Landschaft und Ortsbild

Mariana liegt auf einer kleinen Anhöhe am Eingang zum Campichuelo-Gebiet und in der Serranía Media de Cuenca. Kleine Erhebungen, Kiefernwälder und Kalksteinformationen prägen die Landschaft. Im Ort bewahrt die traditionelle, an die Berglandschaft angepasste Architektur einfache Häuser und kompakte Straßen.

Romanik in San Pedro

Die Iglesia Parroquial de San Pedro wurde im 13. Jahrhundert errichtet und gehört zu den Kirchen, die im Zuge der christlichen Wiederbesiedlung ab dem späten 12. Jahrhundert entstanden. Trotz eines Umbaus im 18. Jahrhundert bewahrt sie ihre ursprüngliche romanische Struktur. Das einschiffige Langhaus endet in einer halbkreisförmigen Apsis. Markante Elemente sind der quadratische Glockengiebel am Fußende sowie zwei einander gegenüberliegende Portale an der Süd- und Nordwand. Das Taufbecken ist ein ungewöhnlich dekoriertes Beispiel aus der Provinz und zeigt drei Bänder mit ineinander verflochtenen Rundbogenmotiven.

Wege zwischen Cuenca und Campichuelo

Die Ruta del Románico del Campichuelo führt durch Mariana und weitere Gemeinden des Campichuelo. Die Nähe zur Stadt Cuenca ermöglicht, einen Aufenthalt mit einem Besuch der historischen Stadt zu verbinden, die zum UNESCO-Welterbe gehört. Auch die Nähe zum Parque Natural de la Serranía de Cuenca erweitert die Ausflugsmöglichkeiten zu Zielen wie der Ciudad Encantada und der Laguna de Uña.

Wandern auf der Route Los amantes de Sotos

Die ländliche Umgebung und die Waldgebiete um Mariana eignen sich für Spaziergänge und Wanderungen mit geringem Schwierigkeitsgrad. Die Route Los amantes de Sotos beginnt in der Nähe von Mariana über den Camino del Sabinar, der kurz vor der Überquerung des Flusses Mariana von der CV-9116 abzweigt. Der fast neun Kilometer lange Rundweg führt durch die Vega des Flusses Mariana und auf die Cabezuelas, einen 1.028 Meter hohen Hügel mit weiten Ausblicken auf die Serranía de Cuenca. Die Route verläuft über Forstwege und schwach markierte Pfade.

Auf der Route bei Mariana und Sotos können Besucher traditionelle Arbeiten mit Kiefernharz beobachten, ein Handwerk, das in den letzten Jahren in die Gegend zurückgekehrt ist.

Feste und überlieferte Bräuche

Marianas Patronatsfest zu Ehren des Santísimo Cristo de la Salud findet vom 14. September bis zum 18. September statt. Während der Prozession nach der Messe findet die Entrada de Moros y Cristianos statt. Zu ihr gehören eine Prozession mit Pferden und Schwertern sowie muslimische und christliche Gruppen. Bei traditionellen Feierlichkeiten treten die Tänzer von Marcos Pérez mit Paloteo-Tänzen auf der Straße auf. Am dritten Oktoberwochenende findet in Mariana die als Fiestas de la Patata bekannte Feier statt. Mit der Feier zur Erhöhung des Heiligen Kreuzes ist eine Darstellung verbunden, die auf dem zweiten Buch der Geschichte Karls des Großen basiert.

Die Regionalstraße CU-V-9116 gehört zur Anfahrt nach Mariana. Im Umfeld des Ortes geht die aus Richtung Cuenca kommende Straße in diese Regionalstraße über; zugleich wechselt die Landschaft von Flussgehölz zu zahlreichen Anbauflächen.

Weitere Orte für Ihre Reiseplanung: Almodóvar del Pinar, Villar de Cañas, Valdecañas, Reíllo, Casas De Los Pinos, Sotorribas, Horcajo de Santiago und El Arrabal.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cuenca.

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