Malagón: Teresianische Geschichte, Museen und Wanderwege

Malagón lässt sich auf der Ruta „Caminando con Teresa“ als teresianischer Stadtrundgang erleben: Sie führt zu bedeutenden Orten in Malagón, die mit Santa Teresa de Jesús verbunden sind, und ist den ganzen Tag über frei zugänglich. Der Rundgang endet an der Kirche des Monasterio de San José.

Geschichte und sakrale Kultur

Santa Teresa de Jesús gründete am 11. April 1568 in Malagón ihr drittes Kloster, das Monasterio de San José. Nach ihren Vorgaben wurde es ab 1576 errichtet. Gemeinsam mit der Kirche kann das Museo Teresiano im Rahmen einer Führung besucht werden, die der Geschichte und dem Vermächtnis von Santa Teresa gewidmet ist.

Auch die Parroquia de Santa María Magdalena verweist auf die ältere Geschichte des Ortes. Sie wurde im 15. und 16. Jahrhundert neben dem Camino Real de la Plata errichtet. Ein anderes historisches Zeugnis ist der Molino Carrillo, dessen Ursprünge bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen. Er bewahrt robuste Steinmauern, Holzdächer und ein hydraulisches Mühlrad.

Museen und Kulturleben

Das Museo Gloria Merino befindet sich im Centro Cultural Santa Teresa und umfasst Werke, die Gloria Merino der Gemeinde Malagón geschenkt hat. Die Ausstellung zeigt repräsentative Arbeiten aus verschiedenen Schaffensphasen der Künstlerin sowie Skizzen, Illustrationen, Studien, Fotografien, Auszeichnungen und Presseartikel. Das Museum wurde am 15. Dezember in Malagón als Raum für das künstlerische Erbe von Gloria Merino eröffnet.

Das Centro Cultural Santa Teresa ist in einem repräsentativen Herrenhaus des 19. Jahrhunderts untergebracht. Derzeit beherbergt es kulturelle Aktivitäten, Ausstellungen und Veranstaltungen der Gemeinde. So stehen in Malagón sakrale Geschichte, bildende Kunst und kommunales Kulturleben in unterschiedlichen Einrichtungen nebeneinander.

Feste und regionale Traditionen

Die Karnevalsfeiern von Malagón wurden als Fiestas de Interés Turístico Regional anerkannt, also als Feste von regionalem touristischem Interesse. Zum Karneval gehört ein regionaler Migas-Wettbewerb mit Verkostung des traditionellen Gerichts, begleitet von Süßigkeiten und Rosquillas.

Vom 11. bis 15. Oktober finden in Malagón zu Ehren der Gründerin des Convento de San José Prozessionen und Opfergaben sowie ein teresianischer Markt und ein internationaler Wettbewerb für mystische Poesie statt. Die Romerías de las Aldeas finden an jedem Sonntag im Mai statt.

Weitere Ziele: Alcoba, Arenales De San Gregorio, Cinco Casas, Torre De Juan Abad, Viso Del Marqués, Navalpino, Valdepeñas und Villamayor De Calatrava.

Natur und Wanderwege

Die Sierra de Malagón verfügt über Wanderwege. Im Gebiet der Reserva Natural Navas de Malagón ist der allgemeine Zugang frei. Als geschütztes Gebiet soll man sich dort auf Wegen und an den Rändern bewegen und sensible Bereiche nicht betreten.

Die Nava Grande eignet sich zur Vogelbeobachtung.

Die Route PR-CR 23 ist 13,5 Kilometer lang und verläuft in einer Richtung. Die Route Sierra de Malagón–Molino Carrillo misst 9,5 Kilometer, führt hin und zurück und hat einen mittleren Schwierigkeitsgrad. Die Route Valdehierro–Peña Negra ist ein 18 Kilometer langer Rundweg. Die Route Las Navas de Malagón ist 16,4 Kilometer lang und führt hin und zurück.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ciudad Real.

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