El Cristo del Espíritu Santo: Heiligtum, Geschichte und Natur

Das Santuario del Santísimo Cristo del Espíritu Santo liegt in dem gleichnamigen Weiler El Cristo del Espíritu Santo. Über dem Presbyterium der Ermita del Santísimo Cristo del Espíritu Santo ist die Kuppel mit Ölgemälden der heiligen Teresa von Ávila, Maria Magdalena, des heiligen Pantaleon und des heiligen Franz von Assisi geschmückt.

Sakrale Kunst und historische Spuren

Die Christusfigur Cristo del Espíritu Santo wurde in den 1960er-Jahren vom Madrider Bildhauer Faustino Sanz Herranz geschaffen. Sie ist in ein barockes Retabel des Santuario del Santísimo Cristo del Espíritu Santo integriert. Im Santuario befindet sich außerdem ein Ecce-Homo-Gemälde der toledanischen Schule aus dem 17. Jahrhundert. Es ist das einzige erhaltene Porträt der ersten Herren von Malagón.

Von römischer Weihe bis zur westgotischen Nekropole

Im Innenhof des Santuario ist ein römischer Weihealtar für den Gott Mars erhalten. An der Cruz del Cristo wurde in den 1990er-Jahren eine westgotische Nekropole mit Steinsarkophagen und Grabbeigaben entdeckt; diese Funde werden heute im Museo Provincial de Ciudad Real aufbewahrt. Die nahe gelegene Stätte Cruz del Cristo ist von großer historischer und archäologischer Bedeutung. Die Nekropole La Cruz del Cristo gilt als ländlicher westgotischer Friedhof. Unter dem Templete de la Cruz wurden Mauerreste entdeckt, die als mögliche Basilika aus dem 6. Jahrhundert interpretiert werden.

Prozession und Romería

Anlässlich der Patronatsfeste wird die Figur Cristo del Espíritu Santo jedes Jahr in einer Prozession vom Heiligtum nach Malagón getragen. Anschließend wird sie in einer viel besuchten Romería zurückgebracht. Die religiöse Tradition verbindet den Weiler damit regelmäßig mit Malagón.

Markierter Weg nach Piedralá

Ein Tal zwischen El Cristo del Espíritu Santo und dem Weiler Piedralá kann zu Fuß oder mit dem Mountainbike erkundet werden. Die Route ist als kurzer Wanderweg (Sendero de Pequeño Recorrido) markiert. Sie beginnt am Santuario del Santísimo Cristo del Espíritu Santo und ist mit gelb-weißen Markierungen ausgeschildert. Ihr Verlauf folgt den Läufen der Bäche Molinos und Carrizo durch mediterrane Vegetation, landwirtschaftlich genutzte Täler und Weideland.

Wasser, Farne und Vogelbeobachtung

Nach drei Kilometern erreicht die Route das Embalse del arroyo de los Molinos. Am Ende des Stausees wächst ein ausgedehnter Teppich aus Farnen, der sich im Frühling intensiv grün färbt. Nach 13,5 Kilometern und etwa dreieinhalb Stunden Gehzeit in eine Richtung erreicht die Route den Weiler Piedralá.

Auf der Route können möglicherweise Gänsegeier und Spanische Kaiseradler beobachtet werden. Im Gemeindegebiet von Malagón liegen außerdem die Navas de Malagón, drei zeitweise wasserführende Vulkanseen, die sich zur Vogelbeobachtung eignen. Die Navas de Malagón sind als Naturreservat, Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung (LIC) und besonderes Schutzgebiet für Vögel (ZEPA) ausgewiesen.

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