Albaladejo: Burg, römische Villa und Landschaften
Landschaft und Natur rund um Albaladejo
Albaladejo liegt in einer Übergangszone zwischen dem Rand der Hochebene des Campo de Montiel, den letzten Ausläufern der Sierra Morena und den Betischen Systemen. Im nördlichen Gemeindegebiet erstreckt sich die Hochebene in über 1.000 Metern Höhe. Entlang der Vía Hercúlea beziehungsweise des Camino de Aníbal gibt es dort noch einheimische Vegetation. Das Gebiet um Albaladejo gilt als kritisches Gebiet für den Iberischen Luchs und als bedeutendes Gebiet für den Spanischen Kaiseradler, Geier und Schwarzstorch.
Eine konkrete Station für unterwegs liegt am Castillo de Albaladejo auf der Ruta de los Castillos. In einem Park bietet sie eine Rastmöglichkeit und Aussicht auf die Umgebung. Damit stehen Landschaft, historische Wege und ein einzelner Rastpunkt im Gemeindegebiet nebeneinander, ohne dass daraus weitere Routenmerkmale abgeleitet werden müssen.
Historische Bauwerke im Ort
Im höher gelegenen Teil von Albaladejo befindet sich die Pfarrkirche Santiago Apóstol. Ihr einschiffiges Langhaus besitzt ein Querhaus in Form eines lateinischen Kreuzes sowie angefügte Nebenbauten. Ebenfalls zur Ortsgeschichte gehört die Burg von Albaladejo: Von ihr sind ein Mauerabschnitt und ein quadratischer Turm erhalten. Die Burg wurde wahrscheinlich vom Santiagoorden zur Verteidigung des Campo de Montiel erweitert.
Die Casa Grande war ein ehemaliges Kloster der Ritter des Santiagoordens und stammt aus dem 15. und 17. Jahrhundert. Sie weist Merkmale der Spätrenaissance auf, darunter klassizistische Medaillons an den Türgewänden und einen Innenhof. Für die Besichtigung gilt eine klare Einschränkung: Zugänglich ist nur die Fassade; der Innenbereich kann mit Genehmigung der Eigentümer besichtigt werden. Das Convento de San Miguel ist ein Gebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert in der Calle Dr. Ojeda.
Römische Spuren und Mosaike
Zwei Kilometer südlich des Ortszentrums von Albaladejo liegt in der Nähe des Arroyo de la Fuente de la Bola die römische Villa Puente de la Olmilla. Sie ist eine spätkaiserzeitliche ländliche Wohn- und Landwirtschaftsvilla mit Peristyl aus dem 4. Jahrhundert. Zu der Anlage gehören fünf bekannte polychrome Mosaikkompositionen mit einer Gesamtfläche von etwa 80 Metern. Zu den charakteristischsten Mosaiken zählen das Mosaico de los Leopardos und das Mosaico del ambiente 1. Einige der bei den Ausgrabungen von Albaladejo geborgenen Mosaike befinden sich im Provinzmuseum von Ciudad Real und im örtlichen Kulturhaus. Die römische Villa Puente de la Olmilla ist derzeit nicht zu besichtigen.
Ortsleben und regionale Produkte
Das historische Zentrum von Albaladejo weist steile Straßen und traditionelle Häuser auf. Zum örtlichen Jahreslauf gehören die Wallfahrt zu San Isidro am 15. Mai am Ort El Santo mit einer Messe unter freiem Himmel und Wettbewerben im Pflügen am Nachmittag. Die Feria und die Feste zu Ehren des Santiago Apóstol finden vom dreiundzwanzigsten bis zum sechsundzwanzigsten Juli statt und umfassen die traditionelle „Vaga ensogada“. Als örtliche Produkte sind handwerklich hergestelltes Brot, Rosquillos und Flores bekannt.
Weitere Ziele: Cañada De Calatrava, Alhambra, Membrilla, Santa Quiteria, Los Cortijos, Ruidera, Almadén, San Carlos Del Valle.
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