Motilleja zwischen Flüssen, Festen und Fundstätten

File:Puente de Cuasierma (Motilleja).jpg File:Puente de Cuasierma (Motilleja).jpg Foto: antcaesar via Wikimedia Commons, CC BY 2.0

Flüsse, Felder und Wege

Motilleja zeigt einen eigenständigen Charakter zwischen Flusslandschaften, ländlichen Wegen und fest verwurzelten Bräuchen. Motilleja liegt an den Flüssen Júcar und Valdemembra. Das Umfeld von Motilleja verbindet landwirtschaftlich genutzte Felder mit Flusslandschaften. Das ländliche Gebiet von Motilleja bietet Wege für Spaziergänge, Fahrradtouren und Fotoexkursionen. Wer den Ort nicht nur über einzelne Sehenswürdigkeiten, sondern auch über seine Landschaft wahrnehmen möchte, findet hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Felder, Flussläufe und die für die Gegend typische Vegetation stehen jeweils für einen eigenen Aspekt des Aufenthalts.

Musik und Bräuche in Motilleja

Die Mayos von Motilleja gibt es in einer religiösen und einer weltlichen Form; sie werden in der Nacht des 30. April aufgeführt. Zum traditionellen Repertoire der Ronda de Motilleja gehören Jotas, Seguidillas und Fandangos. Seguidillas gelten in Motilleja als bevorzugter und beliebtester Tanz. Zugleich gelten Seguidillas als das Merkmal, das die Ronda de Motilleja am stärksten kennzeichnet und von ähnlichen Rondas oder anderen Gruppen populärer Musik unterscheidet. La Chicharra war für eine jährliche Durchführung im Juli am Wochenende vor den Patronatsfeiern zu Ehren von Santa Ana vorgesehen. Diese verschiedenen Bräuche geben dem Kulturleben von Motilleja mehrere deutlich erkennbare Formen, von der nächtlichen Aufführung bis zum traditionellen Tanzrepertoire.

Feste mit regionalem Geschmack

San Isidro ist am 15. Mai der Schutzpatron von Motilleja. Das San-Isidro-Fest umfasst eine Wallfahrt zur Zona Verde mit Festwagen, ein Essen im Freien und einen Pflügewettbewerb. Zur Tradition des Jueves Lardero gehört ein Ausflug mit Imbiss zur Zona Verde, bei dem typischerweise Hornazo und Mona gegessen werden. Für die Reiseplanung sind diese Feste vor allem wegen ihrer konkreten Formen interessant: Die Wallfahrt, das Essen im Freien, die Festwagen und der Pflügewettbewerb gehören jeweils ausdrücklich zum San-Isidro-Fest, während Hornazo und Mona den Imbiss des Jueves Lardero prägen.

Kunst und Kirchenarchitektur

Ein Wandgemälde der lokalen Künstlerin MOMO MAKINO aus den 1990er-Jahren zeigt Santa Ana und San Isidro. Die Kirche hat einen hohen, zweigliedrigen Turm, der von einem Glockenstuhl gekrönt wird. Im Inneren befindet sich ein Langhaus in Form eines lateinischen Kreuzes mit einem langgestreckten Gewölbe, an dem Spuren der Spätgotik erkennbar sind. Das Wandgemälde und die architektonischen Merkmale setzen unterschiedliche Akzente: Hier steht die Darstellung von Santa Ana und San Isidro im Mittelpunkt, dort die Form des Kirchenraums und der zweigliedrige Turm.

Paläontologische Spuren und Flusslauf

Die paläontologische Fundstätte wurde 1972 entdeckt. In der Fundstätte wurden zahlreiche Überreste von Gazellen, Equus livenzovensis, Nashörnern, Riesenhirschen, Hyänen, Caniden und einem Karakal gefunden. Die Fundstätte gilt als eine der interessantesten Fundstätten dieser Epoche in Spanien und als eine der Referenzstätten in Castilla-La Mancha. Von der Fundstätte aus kann man am Flusslauf entlang bis zur bekannten Cuasiermas-Brücke weitergehen. Entlang der Überreste einer römischen Straße lässt sich die für die Gegend typische Vegetation mit Kiefern, Pappeln, Schwarzpappeln, Efeu, Schilf und aromatischen Pflanzen wie Thymian, Lavendel und Bohnenkraut genießen. So stehen an diesem Teil von Motilleja sowohl die Tierwelt vergangener Epochen als auch die heutige Pflanzenwelt und der Verlauf des Flusses im Vordergrund.

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