Suesa an der Ría de Cubas
File:Iglesia de Santa Eulalia, Suesa.jpg
Foto: Luis Fermín TURIEL PEREDO via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Suesa liegt am letzten Abschnitt der Ría de Cubas, an der Mündung des Flusses Miera.
Der Übergang von Fluss und Meeresbereich prägt damit den geografischen Rahmen des Ortes. Zugleich treffen in Suesa Zeugnisse aus verschiedenen Jahrhunderten aufeinander: Die urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1075 steht neben Kirchen, Herrenhäusern und dem Klosterbau.
Kultur
Die heutige Kirche Santa Eulalia in Suesa stammt aus dem späten 16. Jahrhundert.
Zu ihrer Anlage gehören ein einschiffiges Langhaus, ein Querschiff und eine polygonale Apsis.
Der Hauptaltar ist ein Werk von Juan Tolnado Herrera aus der Mitte des 17. Jahrhunderts.
Er weist Reliefs sowie einige originale Schnitzarbeiten auf.
Das Trinitarierkloster von Suesa wurde am 19. April 1887 eingeweiht.
Die Kirche des Klosters enthält einen Altaraufsatz aus der Mitte des 17. Jahrhunderts sowie eine Sammlung barocker Gemälde und Skulpturen.
Damit finden sich in den beiden Kirchen sowohl architektonische Formen als auch Ausstattungsstücke aus unterschiedlichen Bau- und Kunstperioden. Die sakralen Räume bewahren jeweils eigene Elemente: In Santa Eulalia sind es der Hauptaltar mit seinen Reliefs und Schnitzarbeiten, im Kloster die barocken Gemälde und Skulpturen.
Das Herrenhaus der Familie Cubas in Suesa trägt das Wappen der Linie Cubas.
An der Nordmauer des Herrenhauses der Familie Presmanes befindet sich eine barocke Sonnenuhr.
Sie gilt als eine der am reichsten verzierten Sonnenuhren in Kantabrien.
Im Jahr 1075 ist Suesa in einer Urkunde des Kartulars der Abtei Puerto de Santoña im Zusammenhang mit einer Landschenkung belegt.
Eine kleine Kapelle war Teil des ehemaligen San-Lázaro-Hospitals von Teas, das als Leprosorium und Pilgerherberge am Jakobsweg diente.
In Suesa zeichnete sich ein Molkereibetrieb dadurch aus, dass er Frisch- und Rahmkäse herstellte und Milch aus der Umgebung für andere Molkereiunternehmen sammelte.
Zur überlieferten Ortsgeschichte gehören damit nicht nur kirchliche Gebäude und Adelssitze, sondern auch die frühere Funktion des San-Lázaro-Hospitals von Teas sowie die lokale Milchverarbeitung mit Frisch- und Rahmkäse.
Natur
Die Ría de Cubas bei Suesa weist ein gut erhaltenes Mosaik aus marinen und terrestrischen Lebensräumen auf.
Dieses Lebensraumgefüge wurde in das Natura-2000-Netz aufgenommen.
Die Ría de Cubas ist eine Flussmündung von hohem ökologischem Interesse in Ribamontán al Mar.
In den sandigen Bereichen und Schilfzonen der Ría de Cubas bei Suesa können Graureiher und Schwäne beobachtet werden.
Die sandigen Flächen und Schilfzonen bilden dabei eigene Bereiche innerhalb des Lebensraummosaiks; an ihnen lässt sich die Verbindung von marinen und terrestrischen Lebensräumen besonders konkret erkennen.
Weitere Orte
Weitere Orte sind Somo, Loredo und Galizano.
Routen und Aktivitäten
Die Route de Entremieses beginnt im Barrio Mojante in Suesa und führt durch die ländlichen Siedlungen Loredo, Suesa und Castanedo.
Die Route El Ribero y Praderías führt durch Suesa; dort kann das Trinitarierkloster besichtigt werden.
Auf der Ría de Cubas bei Suesa sind Kanufahrten möglich.
Außerdem kann man dort SUP, also Stand-up-Paddling, betreiben.
Die Routen verbinden dabei unterschiedliche Ortsbezüge: Die Route de Entremieses nimmt ihren Ausgang im Barrio Mojante und verläuft durch drei ländliche Siedlungen, während El Ribero y Praderías durch Suesa führt und das Trinitarierkloster als besichtigbaren Ort nennt. Auf der Ría de Cubas ergänzen Kanufahrten und SUP, also Stand-up-Paddling, die landgestützten Wege um Aktivitäten auf dem Wasser.
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