Ruente: La Fuentona, Eichenwald und Kulturerbe
Unterkünfte in Ruente
Ruente steht für einen ungewöhnlichen Naturauftakt: La Fuentona ist eine Karstquelle, aus der der Fluss Ruente entspringt. Die Quelle versiegt zeitweise für einige Minuten bis mehrere Stunden und beginnt danach wieder mit derselben Wassermenge zu fließen. In ihrem Umfeld gibt es einen Park mit Picknickbereich in schöner und ruhiger Umgebung. Das besondere Quellgeschehen und der anschließende Lauf des Flusses geben diesem Ort einen eigenen Charakter.
Natur
Der Naturpark Saja-Besaya umfasst 24.500 Hektar und erstreckt sich unter anderem über Teile der Gemeinde Ruente sowie der Gemeinden Cieza, Arenas de Iguña, Cabuérniga, Los Tojos und Campoo de Suso. Seine räumliche Ausdehnung reicht damit über Ruente hinaus. Für Naturinteressierte bilden La Fuentona und der Naturpark Saja-Besaya zwei unterschiedliche Naturthemen. Beide gehören zum landschaftlichen Bild, ohne dass die Quelle und das größere Schutzgebiet zu einem einzigen Ort verschmelzen.
Die Route zum Robledal de Monte Aá beginnt am Ortsrand von Ruente und führt über eine beschilderte Forststrecke und einen schmalen markierten Weg durch einen mehr als 400 Hektar großen Eichenwald. Forststrecke, markierter Weg und großflächiger Eichenwald geben der Route ihre konkrete Form. Der Eichenwald steht dabei ebenso für die Wege durch die Landschaft wie La Fuentona für ein einzelnes, ungewöhnliches Naturphänomen.
Der Camino de Pinillas verbindet Ruente auf einem alten Verkehrsweg mit dem benachbarten Ucieda; ein Abschnitt führt unter einer natürlichen Haselnussbaum-Laube hindurch. Der Weg verbindet dabei eine historische Verkehrsroute mit einem markanten Naturdetail. So treten auf dieser Strecke historische Wegführung und gewachsene Landschaft gemeinsam hervor.
Wege und Erkundungen
In Ruente gibt es die digitale, selbstgeführte Rätseltour „El misterio de la Anjana“, bei der die Straßen des Ortes zur Route eines Spiels werden. Der Rundweg „Ruente–Ucieda–Ruente“ beginnt im Ortsteil Monasterio von Ruente. Neben den markierten Wegen gehört damit auch die spielerische Erkundung der Ortsstraßen zum Angebot an unterschiedlichen Formen des Unterwegsseins.
Weitere Orte im übergeordneten Reisegebiet sind Pedreña, Nestares, Gibaja, Camplengo, Cahecho, Vernejo, Cabuérniga und La Cueva.
Bauwerke und Geschichte
Im Ortsteil Monasterio stammt die Kirche Santa María Magdalena aus dem 18. Jahrhundert und bewahrt ein barockes Retabel. Die mittelalterliche Brücke von Ruente hat neun flache Rundbogen aus Mauerwerk und verbindet die Ortsteile Ruente und Monasterio. Kirche und Brücke stehen damit für zwei verschiedene historische Formen im Ort: sakrale Innenausstattung und ein Bauwerk der Verbindung.
Die Casona von La Nogalera ist ein barockes montañesisches Herrenhaus aus dem Jahr 1786. Der Palacio de Mier ist ein Palastkomplex aus dem späten 19. Jahrhundert im historistischen Stil und als Bien de Interés Cultural anerkannt. Beide Anlagen stammen aus unterschiedlichen Jahrhunderten und gehören unterschiedlichen Stilwelten an. Zusammen mit Santa María Magdalena erweitern sie das Bild der historischen Architektur um mehrere Epochen und Bauaufgaben.
Neben der Brücke von Ruente befindet sich ein kleiner Humilladero in einer Mauer. In seinem Inneren bewahrt er ein polychromes Holzkreuz mit Passionsszenen und diente früher dazu, Reisenden den Weg zu weisen und Gebete zu ermöglichen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kantabrien.