Zum Inhalt

Quijas: Karst, Felskunst und Palacio y Torre de Bustamante

Unterkünfte in Quijas

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

In Quijas steht das Ensemble „Palacio y Torre de Bustamante“, das 1982 zum nationalen historisch-künstlerischen Denkmal erklärt wurde. Das Ensemble liegt am Fluss Saja und verbindet eine markante historische Anlage mit einer Landschaft, in der Karst und Höhlenkunst eine eigene Rolle spielen. Für Kulturinteressierte treffen hier Baugeschichte, Wehrarchitektur und prähistorische Felskunst auf engem thematischem Raum zusammen.

File:Quijas 2.jpg File:Quijas 2.jpg Foto: LBM1948 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kultur

Der Palacio de Bustamante stammt aus dem 18. Jahrhundert und hat einen U-förmigen Grundriss, der um den Torre de Bustamante angelegt ist. An der Ostseite des Palacio de Bustamante ist die Capilla de San Bartolomé angebaut; sie besitzt ein spätgotisches Rippengewölbe mit Terzeletten. So treffen im selben Bauzusammenhang ein klar gegliederter Palacio und ein eigenständig ausgeformter Sakralraum aufeinander. Die Kapelle ergänzt die höfische Anlage um ein deutlich erkennbares kirchengeschichtliches Element.

Der Torre de Bustamante ist ein Wehrturm spätmittelalterlichen Ursprungs und liegt unmittelbar am Fluss Saja. Die Torre de Villanueva de Quijas gehört zu einer Gruppe von Wehrtürmen, die mit dem Geschlecht der Bustamante verbunden sind. Die historische Spannweite reicht damit vom Palacio des 18. Jahrhunderts bis zur spätmittelalterlichen Wehrarchitektur. Türme und Herrschaftssitz gehören dabei zu unterschiedlichen Bauaufgaben, stehen aber im gemeinsamen historischen Zusammenhang der Bustamante.

Zur Anlage gehört außerdem eine Mühle. Laut Angabe des Eigentümers ist sie über 300 Jahre alt und bewahrt fünf Mahlsteine sowie Teile ihrer Maschinerie. Neben den Türmen und dem Palacio steht hier somit auch erhaltene Mühlentechnik als konkretes Element des Ensembles. Die Mühle bringt neben repräsentativer und militärischer Architektur eine praktische historische Funktion in den baulichen Zusammenhang ein.

Natur

Die Cueva de La Estación ist Teil eines Karstsystems, das sich in einer mächtigen Kalksteinsteilwand zwischen dem Tal von Reocín und dem Fluss Saja entwickelt hat. Die Höhle ist damit in eine geologisch klar beschriebene Landschaft zwischen Talraum, Fluss und Kalkstein eingebettet. In derselben Cueva de La Estación wurden neun Zeichnungen in der „Macarroni“-Technik identifiziert.

Felskunst

Die Felskunst der Cueva de La Clotilde oder La Lora verwendet ebenfalls die „Macarroni“-Technik. Die Darstellungen wurden mit den Fingern direkt in weiche Tonerde an Decken und Wänden eingebracht. Während für die Cueva de La Estación neun Zeichnungen identifiziert sind, beschreibt dieser Höhlenbezug die konkrete Ausführung der Felskunst an den Oberflächen. Bei La Estación ist die Zahl der Zeichnungen überliefert, bei La Clotilde oder La Lora die Technik ihrer Ausführung besonders anschaulich beschrieben.

Anzeige

Bei Höhlenbesuchen sollten Sie aktuelle Öffnungszeiten und Zugangsvorgaben vor der Reise prüfen, weil der dokumentierte Status von 2019 zeitgebunden ist.

Geografische Einordnung

Quijas verfügt über einen FEVE-Bahnhof namens Santa Isabel. Damit gehört neben dem Fluss Saja und den historischen Anlagen auch ein namentlich bestimmter Bahnhof zum Ortsbild.

Im Jahr 2019 war die Cueva de La Estación für die Allgemeinheit geschlossen; für den Zutritt war eine Genehmigung der Regierung von Kantabrien erforderlich.

Weitere Ziele sind Barcenaciones, Caranceja und Cerrazo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Reocín.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.