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Liérganes: Wege, Flusslandschaft und klassizistische Architektur

Unterkünfte in Liérganes

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Liérganes liegt am Fuß der beiden kleinen Erhebungen Marimón und Cotillamón, die im Volksmund „las tetas de Liérganes“ heißen. Sein Ortsensemble wurde 1978 als von nationalem historisch-künstlerischem Interesse eingestuft und weist wertvolle klassizistische Architektur des 17. und 18. Jahrhunderts auf. Zwischen Ortsbild, Flusslandschaft und historischen Wegen zeigt sich Liérganes als Reiseziel mit deutlich eigener Prägung.

File:View of Liérganes town.jpg File:View of Liérganes town.jpg Foto: Nicolas Vigier via Wikimedia Commons, CC0

Landschaft und Wege

Die Wanderwege von Liérganes führen durch Karstlandschaften und entlang der dicht bewaldeten Ufer des Río Miera. Der Rundweg Circuito por los Picos de Busampiro bietet Panoramablicke auf das Tal von Liérganes, die zentrale Küste Kantabriens und die abrupten Kalksteinreliefs des oberen Miera-Tals. Kurze Wanderwege im mittleren Einzugsgebiet des Río Miera sind mit den charakteristischen weißen und gelben Markierungen gekennzeichnet und von der Federación Cántabra de Montañismo homologiert.

Die PR-S 25 Ruta de los Pozos de Noja führt von Liérganes nach Rubalcaba, ist etwa 18 km lang, dauert ungefähr 5 Stunden und 15 Minuten und erreicht eine maximale Höhe von 850 Metern. Die Pozos de Noja sind zwei kleine künstliche Stauseen, die den Ursprung des Elektrizitätsunternehmens Electra Pasiega bildeten. Dieses versorgte Liérganes und weitere Orte der Region mit Strom. Die beiden Stauseen liegen südlich der Gemeinde an der Grenze zu Miera. Eine weitere Verbindung von Landschaft und Industriegeschichte bietet die 20 km lange Ruta de las Minas de Pámanes: Sie führt durch die Ausläufer des Peña-Cabarga-Massivs und ermöglicht den Blick auf Reste ehemaliger Bergbauanlagen.

Natur und Thermalgeschichte

Das Ecomuseo-Fluviarium de la Montaña y Cuencas Fluviales Pasiegas befindet sich in Liérganes und vermittelt das Natur- und ethnografische Erbe der Pasiegischen und Östlichen Berge sowie ihrer Flusseinzugsgebiete. Das Fluviarium lädt dazu ein, den Reichtum dieser Flusseinzugsgebiete anhand von Aquarien, Repliken und Ausstellungen zu entdecken, die Wissenschaft, Natur und Tradition verbinden.

Das Thermalbad von Liérganes ist von einem drei Hektar großen Park mit zahlreichen Bäumen umgeben. Darunter befinden sich eine 32 m hohe Buche, eine Rosskastanie und eine Magnolie, die wegen ihrer Schönheit und Größe in den kantabrischen Katalog bemerkenswerter Bäume aufgenommen wurden. Das Thermalbad wurde 1862 erbaut; die heilenden Eigenschaften der sogenannten Fuente Santa waren jedoch schon deutlich früher bekannt.

Kultur

Die Legende vom Hombre Pez ist ein bedeutendes Element des immateriellen Erbes von Liérganes und Kantabrien und gilt als touristische Attraktion von Liérganes. Die Audioguide-Route La Leyenda del Hombre-Pez umfasst 17 Informationspunkte im historischen Ortskern von Liérganes und zwei weitere Punkte im nahe gelegenen Rubalcaba. Das Centro de Interpretación del Hombre Pez befindet sich in einer restaurierten Mühle von 1667 in Mercadillo; dort sind zwei Mahlräder für Mais und eines für Weizen erhalten beziehungsweise untergebracht.

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Der historische Ortskern von Liérganes, El Mercadil, umfasst den Palacio de Rañada, der unter dem Namen Cuesta-Mercadillo bekannt ist. Eine monumentale Route durch Liérganes ist 4 km lang und dauert ungefähr eine Stunde. Sie führt zu herausragender barocker und neoklassizistischer Architektur, zu montañesischen Herrenhäusern und indischen Palästen sowie zu Kirchen, Kapellen, Einsiedeleien, einer Brücke und einer Mühle. Die kurze Mercadillo-Route ist 1,5 km lang, dauert ungefähr 25 Minuten und verbindet die Plätze Mercadillo beziehungsweise Marqués de Valdecilla und Vitote mit San Pantaleón und der Puente Mayor.

Die Bauarbeiten an der Puente Mayor de Liérganes begannen 1587 nach dem Entwurf des Baumeisters Bartolomé de Hermosa; die Brücke wurde 1606 eingeweiht. Die Kirche San Pedro ad Víncula in Liérganes zählt zu den wenigen Renaissance-Sakralbauten in Kantabrien. Ihr Bau begann 1591 auf den Fundamenten eines älteren romanischen Tempels, dessen Reste im Apsidenbereich noch sichtbar sind. Die Kirche San Pantaleón bewahrt Merkmale romanischer Tradition; einige Autoren datieren sie in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die Erweiterung des ursprünglichen Gebäudes zu einer dreischiffigen Kirche erfolgte im 15. Jahrhundert.

Weitere Orte

Weitere Reiseziele: Castañeda, Ampuero, Guarnizo, Valdeprado, Entrambasaguas, Rasines, Hazas De Cesto, La Maza.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kantabrien.

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