Liendo: Monte Candina, Küste und Kulturerbe

File:Playa de Sonabia (Valdearenas) - Liendo, Spain - July 21, 2024 09.jpg File:Playa de Sonabia (Valdearenas) - Liendo, Spain - July 21, 2024 09.jpg Foto: Giorgio Galeotti via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Natur und Küste

Das Massiv des Monte Candina gipfelt in der 472 Meter hohen Felsspitze Solpico oberhalb der Küste. An den Felswänden von Solpico befindet sich die einzige maritime Gänsegeierkolonie im Norden Spaniens. Rund um die Peña Solpico sind lose und in den Fels eingebettete Fossilien von Meeresschalen sichtbar. An der Nordseite des Monte Candina liegen die Ojos del Demonio: zwei in den Fels gehauene Bögen mit einem Ausblick auf das Kantabrische Meer.

Der Diapiro de Liendo ist im Nationalen Inventar geologischer Sehenswürdigkeiten verzeichnet. Die Playa de San Julián eignet sich zum Surfen und ist vom Barrio Villanueva aus über einen Fußweg zur Küste erreichbar; das Fahrzeug kann auf einer Freifläche beziehungsweise einem Parkplatz abgestellt werden.

Wege, Bäume und Wald

Die Rundwanderung zu den Ojos del Diablo im Monte Candina ist 7,3 Kilometer lang, beginnt in Sonabia und führt durch Karstgelände. Der Aufstieg auf dieser Route ist steil und führt über felsiges Gelände; erforderlich sind Bergschuhe und eine gute körperliche Verfassung.

Der Camino de Santiago de la Costa führt durch Liendo über Iseca Nueva und Sopeña zur Pfarrkirche im Barrio Hazas. Der Hauptzugang zum Arboreto de Liendo liegt neben der Nationalstraße N-634, nachdem man Liendo in Richtung Bilbao verlassen hat.

Beim Besuch des Arboreto de Liendo gibt es einen interpretativen Rundgang, bei dem bedeutende Baumarten vorgestellt und ihre Herkunft, Eigenschaften, traditionelle Nutzung und Besonderheiten erläutert werden. Das Arboretum des Centro de Interpretación del Bosque ist in Gärten gegliedert, die jeweils einen Kontinent repräsentieren und typische Bäume aus verschiedenen Teilen der Welt zeigen.

Im Arboreto bei der Ermita de San Roque de Liendo gibt es einen selbstgeführten Rundgang. Geführte Besichtigungen des Arboreto und des Centro de Interpretación del Bosque richten sich an Einzelpersonen, Familien, Schulen und andere Gruppen.

Kultur und Geschichte

Die Ermita de San Andrés im Barrio Villaviad stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde 1990 restauriert. Sie steht in Verbindung mit dem Jakobsweg; darauf weist eine Konsolenskulptur am Portal hin.

Die spätromanische, heute ruinöse Ermita de San Julián stammt aus dem späten 12. oder frühen 13. Jahrhundert. Die Ermita de San Roque aus dem 16. Jahrhundert war früher ein Pilgerhospital und beherbergt heute das Centro de Interpretación del Bosque.

Das Centro de Interpretación del Bosque vermittelt mit einer Ausstellung aus Informationstafeln verschiedene Aspekte der Wälder. Die Pfarrkirche von Liendo wurde im 18. Jahrhundert fertiggestellt.

Die Cueva de los Tornillos in Villaviad weist Hinweise auf eine frühere menschliche Bewohnung und Spuren alter Ausgrabungen auf. Die Cueva Serán oberhalb von Mollaneda weist ebenfalls Hinweise auf frühere menschliche Bewohnung und Spuren alter Ausgrabungen auf.

Die herrschaftliche Casona de Albo in Iseca Vieja gilt als Beispiel für das künstlerische Erbe von Liendo. Auch die Cueva de los Tornillos in Villaviad gilt als Beispiel für dieses künstlerische Erbe.

Anreise und Feste

Liendo ist über die A-8 erreichbar: Von Laredo nimmt man die Ausfahrt 169 und folgt der N-634, von Castro Urdiales die Ausfahrt 162 und anschließend ebenfalls die N-634.

In den Ortsteilen von Liendo finden das ganze Jahr über, besonders im August, Feste mit religiösen Feiern zu Ehren der Schutzheiligen oder der örtlichen Jungfrau sowie weltlichen Vergnügungen statt. Am 14. und 15. August wird im Barrio Hazas ein Fest gefeiert.

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