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Colindres: Salzmarsch, Geschichte und Wege am Río Asón

Unterkünfte in Colindres

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Salzmarsch und Feuchtgebiete am Río Asón

Das Ästuar des Río Asón und die im Gemeindegebiet von Colindres entstandene Salzmarsch gehören zum Naturpark Marismas de Santoña, Victoria y Joyel. Die Salzmarschen von Colindres sind außerdem als ZEPA-Gebiet, also als Besonderes Schutzgebiet für Vögel, ausgewiesen. Colindres gehört zum europäischen RAMSAR-Netzwerk für Feuchtgebiete. So steht neben der Ortsgeschichte eine Landschaft im Mittelpunkt, deren Schutzstatus unmittelbar mit den Feuchtgebieten verbunden ist.

File:Colindres, Barrio de Puerta 04.jpg File:Colindres, Barrio de Puerta 04.jpg Foto: LBM1948 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Promenade, Naturroute und Puente Giratorio

Etwa 400 Meter nach Beginn der Promenade liegt ein Vogelbeobachtungspunkt. Mit einem Fernglas lässt sich dort die Tier- und Pflanzenwelt der Salzmarsch beobachten. Die Naturroute am Ästuar des Río Asón ist 2,3 km lang, weist einen niedrigen Schwierigkeitsgrad auf und dauert etwa 60 Minuten. Sie kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden; entlang der gesamten Promenade verläuft ein Radweg. Die Puente Giratorio verbindet Colindres und Treto, wurde 1905 eröffnet und galt wegen ihres komplexen Drehmechanismus als ingenieurtechnischer Meilenstein ihrer Zeit.

Werften, Kirche und Jakobsweg

Die Königlichen Werften von Falgote wurden 1618 gegründet, um Schiffe für die Armada del Mar Océano und Galeonen für die Carrera de Indias zu bauen. Die Iglesia San Juan Bautista wurde auf den Ruinen eines mittelalterlichen Klosters errichtet, das San Jorge und San Juan geweiht war und aus dem 10. oder 11. Jahrhundert stammt. In der Kirche stehen heute im Chor dreizehn Chorgestühle aus Walnussholz aus dem ehemaligen Kloster. Außerdem liegt die Iglesia San Juan Bautista am ursprünglichen Jakobsweg.

Paläste, Türme und historische Wege

Der Palacio del Infantado oder Condestable ist ein Renaissancepalast, der durch die Erweiterung eines mittelalterlichen Turms im 16. Jahrhundert entstand. Die Casa de los Capitanes ist ein Wohngebäude im Stil des montañesischen Barocks; eine Inschrift nennt das Jahr 1728 sowie Don Bartolomé und Don Felipe de Palacio als Erbauer. Die Casa-torre de Los Agüero entstand ursprünglich im 15. Jahrhundert als quadratischer mittelalterlicher Turm und besitzt zwei Wappenschilde. Der auffällige Schild an der Hauptfassade gehörte dem Geschlecht Agüero. Die Casa Cahupín-Villota geht mindestens auf die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts zurück und gilt als Casona montañesa im Stil des Clásico Montañés. Die Casa-torre de Santaolaja, auch Torre de Santolaja genannt, hat einen ungewöhnlichen runden Grundriss. Von der historischen Gezeitenmühle Los Nuevos sind in Colindres Überreste erhalten.

Die modernistische Route startet an der Alameda-Gurugú und endet an der Puente Giratorio; sie ist 1,6 km lang und weist einen niedrigen Schwierigkeitsgrad auf. Die Ruta de las Casonas verläuft in der Nähe des historischen Camino Real. Auf diesem Weg waren einst Könige und Adlige, Wollhändler, Getreidehändler und Reisende aus Kastilien unterwegs, um die Küste und die europäischen Märkte zu erreichen.

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Chacolí, Zitrusfrüchte und Feste

Colindres hatte eine bedeutende historische Chacolí-Weintradition, die bis ins 19. Jahrhundert verbreitet war; Weinberge und Reblauben prägten über lange Zeit die historische Landschaft der Stadt. Zitrusfrüchte, insbesondere Orangen und saure Zitronen, gehörten traditionell zu den bedeutendsten landwirtschaftlichen Erzeugnissen von Colindres und speisten über Jahrhunderte einen wichtigen Exporthandel nach Frankreich, England, Irland und in die Niederlande. Das San-Ginés-Programm umfasst einen Workshop und den Verkauf von Anchovis aus Colindres. Zu den Festen von San Ginés gehört außerdem der Día de la Marmita, ein vom Verband Cofradía del Bonito del Norte de Colindres organisierter Wettbewerb. Der traditionelle Día del Cocido findet jedes Jahr im Parque del Riego statt und zieht Hunderte Einwohner und Besucher an.

Colindres an historischen Routen

Colindres gehört zu den Gemeinden der Ruta del Emperador Carlos V, der Route, die der Kaiser selbst nahm. Wenn der Fährdienst zwischen Laredo und Santoña im Winter nicht verkehrt, führt die markierte Wanderalternative über Colindres, Escalante und Gama. Das Albergue de Colindres befindet sich in einem ehemaligen, im Gemeindebesitz befindlichen Lehrerhaus am Jakobsweg. Die Touristeninformation von Colindres befindet sich im Erdgeschoss der Casa de Serafina.

Weitere Reiseziele: Bareyo, Ruiloba, Dueso, Villaescusa, Cillorigo De Liébana, Santa Cruz De Bezana, Otañes, Pesaguero

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kantabrien.

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