Igueste de Candelaria: Schluchten, Wanderwege und Kulturerbe
Igueste de Candelaria zwischen Schluchten und Kulturlandschaft
Igueste de Candelaria liegt in den mittleren Höhenlagen und ist von Schluchten, landwirtschaftlich genutzten Hängen und offenen Landschaften mit ausgeprägtem ländlichem Charakter umgeben. Der Ortsbereich verbindet diese Landschaft mit historischen Spuren: Der Camino Viejo de Candelaria, La Jiménez, das Caserío de Pasacola und die Casa de La Mesa stehen jeweils für eine andere Ebene der Ortsgeschichte. Zugleich führen Wanderwege von Igueste in markante Landschaftsräume. Für Sie entsteht damit ein Reiseziel, in dem sich Naturraum, Siedlungsgeschichte und Wegebeziehungen konkret nebeneinander lesen lassen.
Camino Viejo de Candelaria und der Weg durch Igueste
Der rund 21 Kilometer lange Camino Viejo de Candelaria verband Candelaria und La Laguna und führte dabei unter anderem durch Igueste de Candelaria. Der Abschnitt durch Igueste ist begehbar, jedoch nicht ausgeschildert; er verläuft kontinuierlich bergab und weist steile Abschnitte auf.
La Jiménez und die Siedlungsspuren von Pasacola
La Jiménez ist ein kanarischer Weiler mit traditioneller Architektur in Igueste de Candelaria am Camino Viejo de Candelaria. Der Weiler wurde als Kulturgut von besonderem Interesse (Bien de Interés Cultural, BIC) in der Kategorie „Historische Stätte“ ausgewiesen. Im Caserío de Pasacola sind heute noch Reste der früheren Häuser, eine Tenne, Viehkoppeln und landwirtschaftliche Terrassen zu sehen. Pasacola war die erste menschliche Siedlung in den mittleren Höhenlagen der Gemeinde Candelaria. La Jiménez und Pasacola bringen damit sowohl erhaltene Architektur als auch konkrete Spuren früherer Bewirtschaftung in den Ortsbereich.
Cueva de Añaco, Kirche und Drago de Igueste
Die Cueva de Añaco ist eine große Höhle im Barranco de Afirama neben dem Camino Viejo de Candelaria. In ihr wurden Spuren gefunden, die die frühere Präsenz der Guanchen belegen. Die Iglesia de la Santísima Trinidad wurde 1788 gesegnet und der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht. Der Drago de Igueste ist ein Kanarischer Drachenbaum (Dracaena draco), der im Katalog der monumentalen Bäume und der Flora Teneriffas erfasst und unter kommunalen Schutz gestellt ist.
SL-TF 296.2 Barranco Chacorche
Für Wanderungen steht der SL-TF 296.2 Barranco Chacorche im Mittelpunkt. Er ist ein homologierter, linearer Wanderweg mittleren Schwierigkeitsgrads. Der Weg beginnt an der Plaza Dimas Coello in Igueste de Candelaria und endet an der Galería de Chacorche. Der SL-TF 296.2 führt in den Parque Natural de la Corona Forestal, ein geschütztes Naturgebiet, in dem die Kanarische Kiefer vorherrscht. Start, Ziel und der lineare Verlauf geben der Wanderung eine klar umrissene Abfolge.
Casa de La Mesa und der Blick ins Valle de Güímar
Auch die Casa de La Mesa verbindet Landschaft und Alltagsgeschichte. Das Gebäude aus dem 19. Jahrhundert umfasst ein Wohnhaus, eine Kelter, einen Stall und Viehkoppeln und wurde von den Bauern genutzt, die das Land gemeinschaftlich bewirtschafteten. Der Wanderweg SL-TF 296 La Mesa bietet dazu einen Panoramablick auf das Valle de Güímar.
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