Icor: Kulturerbe, kanarische Häuser und Schluchtlandschaft

File:Caserío de Icor III.jpg File:Caserío de Icor III.jpg Foto: Carlos López-Echeto Marrero via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 es

Wer Icor als Reiseziel entdecken möchte, begegnet zwei klaren Ortsbildern: Das Caserío de Icor steht für geschütztes historisches Erbe, während der Barranco de Icor als ausgewiesener Naturraum eine eigene Landschaftsperspektive eröffnet.

Historisches Siedlungsensemble mit kanarischem Charakter

Das Caserío de Icor ist als Kulturgut von kulturellem Interesse (Bien de Interés Cultural) in der Kategorie Historische Stätte geschützt. Als Siedlung entstand es Mitte des 16. Jahrhunderts. Die Bewohner bauten Weizen, Weinreben und Obstbäume an und hielten Ziegen sowie Schafe. Diese landwirtschaftliche Prägung gehört zum historischen Bild des Caserío und macht seine Entwicklung als ländliche Siedlung verständlich.

Das historische Siedlungsensemble umfasst traditionelle kanarische Häuser in unterschiedlichen Formen. Einige Gebäude sind als Einzelblöcke angeordnet, andere bilden eine L-Form oder gruppieren Gebäudeteile um Innenhöfe. Zu den charakteristischen Bauelementen der traditionellen Häuser von Icor gehören Dächer mit arabischen Dachziegeln sowie Holzböden und Holzdecken. Wer sich für Architektur und gewachsene Ortsbilder interessiert, findet hier konkrete Details statt einer austauschbaren Ferienkulisse.

Barranco de Icor: Schlucht und besonderer Naturraum

Der Barranco de Icor ist als besonderes Erhaltungsgebiet (ZEC) ES7020118 ausgewiesen. Die eingeschnittene Schlucht ist nach Südosten ausgerichtet und umfasst einen bedeutenden Sabinar-Bestand. Zum Naturraum gehört außerdem der Lebensraumtyp „Matorrales termomediterráneos y pre-estépicos“. Damit bringt Icor neben dem historischen Siedlungsbild auch eine Landschaft mit eigener ökologischer Kennzeichnung in die Reiseplanung ein.

In der Umgebung von Icor befindet sich im Barranco de la Linde ein natürlicher Steinbogen, der durch basaltische Lavaströme entstanden ist. Der Steinbogen trennt die Gemeinden Arico und Fasnia und liegt an der Straße Icor-Las Eras. Seine Entstehung und seine Lage gehören zu den markanten landschaftlichen Bezugspunkten, die sich mit dem Ortsnamen Icor verbinden.

Route, angekündigte Feste und handwerkliche Themen

Die selbstgeführte Route „Ruta autoguiada por Fasnia y Arico“ umfasst das Caserío de Icor als empfohlenen Halt. Die Route hat eine geschätzte Gesamtdauer von 3 Stunden und 10 Minuten. Für das Viertel Icor wurden außerdem Feste zu Ehren des heiligen Lukas angekündigt; dieser Hinweis bezeichnet eine Ankündigung und keine allgemeine Aussage über laufende Veranstaltungen.

Auf der Finca El Helecho werden unter anderem Workshops zur Herstellung von handwerklich erzeugtem Käse und Gofio angeboten. Für Ihre Hotelplanung bei einer Reise nach Icor können die unterschiedlichen Schwerpunkte eine persönliche Orientierung geben: historisches Siedlungsbild, geschützte Landschaft, selbstgeführte Route oder regionale Handarbeit. So lässt sich die Unterkunftsentscheidung an der eigenen Reiseidee ausrichten.

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