Icod de los Vinos entdecken
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Foto: Flocci Nivis via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Icod de los Vinos verbindet vulkanische Landschaft, denkmalgeschützte Kultur und lebendige lokale Bräuche. Zwischen Höhlenwelt, schwarzem Sand, historischen Straßen und besonderen Einblicken in den Bananenanbau entsteht ein Ortsbild mit mehreren deutlich unterschiedlichen Facetten.
Weitere Ziele in dieser Auswahl sind Santa Barbara, La Florida, Vega Alta, Cueva Del Viento und El Amparo.
Natur und Vulkanlandschaft
Die Cueva del Viento ist ein vor etwa 27.000 Jahren durch einen Ausbruch des Vulkans Pico Viejo entstandener Vulkantunnel. Sie erstreckt sich über etwa 18 Kilometer vom Pico Viejo bis zur Küste von Icod de los Vinos. Die offizielle Besichtigung ist als geführte, interpretative Tour angelegt: Sie beginnt am Besucherzentrum und führt durch ein Lavafeld sowie über einen alten Königsweg bis zum Höhleneingang. Geologische Entstehung, unterirdische Ausdehnung und der konkrete Weg in die Höhle gehören hier unmittelbar zusammen.
Ein weiteres Naturdenkmal ist der Drago von Icod, ein Exemplar der Art Dracaena draco, das 1917 zum Nationalmonument erklärt wurde. Der Parque del Drago erstreckt sich über drei Hektar und umfasst Wege, botanische Beschilderung, traditionelle Bewässerungskanäle, alte Anbaumauern und historische Überreste. In der Guardería de Dragos, einem didaktischen Bereich des Parks, wird die Entwicklung der Art anhand von Exemplaren unterschiedlicher Größe und unterschiedlichen Alters gezeigt.
Zur Küstenlandschaft gehört die Playa de San Marcos. Der Strand mit schwarzem Vulkansand liegt in einer hufeisenförmigen Bucht mit ruhigem Wasser und Besucherangeboten. Vulkanischer Untergrund, gewachsene Parklandschaft und die Bucht am Meer prägen damit sehr unterschiedliche Naturbilder innerhalb von Icod de los Vinos.
Kultur und Ortsbild
Im historischen Zentrum von Icod de los Vinos liegt ein als Bien de Interés Cultural ausgewiesenes städtebauliches Ensemble mit gepflasterten Straßen und traditioneller Architektur. Einen besonderen kulturellen Akzent setzt die Iglesia San Marcos: Das Gotteshaus ist ein als Bien de Interés Cultural eingestuftes Monument und erhielt diese Auszeichnung 2006.
In der Iglesia San Marcos befindet sich außerdem die namensgebende San-Marcos-Figur, eine vermutlich aus dem 15. Jahrhundert stammende gotische Skulptur mit flämischem Einfluss. Ausgestellt wird dort auch ein silbernes Filigrankreuz, das 47 Kilogramm wiegt und 2,40 Meter hoch ist. Kirche, Skulptur und Kreuz verbinden religiöse Kunst mit auffälligen handwerklichen Dimensionen.
Traditionen und Einblicke
Eine lokale Tradition ist der Globo de San Antonio, der in einem Stadtviertel von Icod de los Vinos fortgeführt wird. Dieselbe Familie stellt den Ballon jedes Jahr her und lässt ihn steigen. Auch der Bananenanbau erscheint nicht nur als landwirtschaftliches Thema: Eine ehemalige Hacienda in Icod de los Vinos wurde in ein Museum umgewandelt. Dort führt ein selbstgeführter Rundgang durch Ausstellungen zum Bananenanbau und zu einer kleinen Bananenplantage.
Nach dem Rundgang können Besucher im Museum lokale, aus Bananen hergestellte Produkte wie Mojos, Süßigkeiten und Liköre verkosten. Eine weitere Tradition in Icod de los Vinos besteht darin, auf Brettern aus Tea-Holz die steilen Straßen hinunterzurutschen.
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