Genovés auf Teneriffa: Landschaft, Kirchen und Camino Real del Norte

Genovés auf Teneriffa liegt teilweise im Paisaje Protegido de Los Acantilados de La Culata. Die zur Gemeinde Garachico gehörende Ortschaft verbindet dabei den Siedlungsraum mit einer markanten Küstenlandschaft. Im Ort liegt der Mirador El Genovés, von dem sich ein Panorama der Nordküste Teneriffas öffnet. Das geschützte Gebiet und der Aussichtspunkt prägen den landschaftlichen Charakter von Genovés.

Ein weiterer Ort auf Teneriffa ist La Caleta De Interian.

Natur

Das Paisaje Protegido de Los Acantilados de La Culata nimmt teilweise das Gebiet von Genovés ein. Es ist ein fossiles Meereskliff, in dem verschiedene geomorphologische Prozesse unter anderem hängende Schluchten und historische Lavaströme des Volcán de Trevejos an der Flanke von Garachico hervorgebracht haben. Die unterschiedlichen Formen erzählen von der Entwicklung dieser Küstenlandschaft, ohne dass der Blick auf einzelne geologische Elemente beschränkt bleibt.

Die Klippen des Paisaje Protegido de Los Acantilados de La Culata bieten ungestörte Rückzugsgebiete für pelagische Seevögel und Greifvögel. Zwischen Meereskliff, Schluchten und Lavaströmen treffen so geologische Strukturen und die Vogelwelt desselben Landschaftsraums aufeinander.

Die Hauptstraße TF-82 gehört zu den wichtigsten Zufahrten zum Paisaje Protegido de Los Acantilados de La Culata und verläuft am Siedlungsgebiet von Genovés entlang. Der Mirador El Genovés liegt ebenfalls in der zu Garachico gehörenden Ortschaft und bietet ein Panorama der Nordküste Teneriffas. Küstenraum, Siedlungsgebiet und Aussichtspunkt liegen damit innerhalb des geografischen Zusammenhangs von Genovés und Garachico.

Kultur

Die Parroquia de La Candelaria wurde am 2. Februar 1966 feierlich unter dem Patrozinium Unserer Lieben Frau von Candelaria geweiht. Später wurde sie als eigenständige Pfarrei von San Juan del Reparo abgetrennt. Ihre Geschichte reicht damit von der Weihe unter einem bestimmten Patrozinium bis zur späteren kirchlichen Eigenständigkeit.

Als größere Kirche wurde die Parroquia de La Candelaria geplant, nachdem die Ermita de Fátima wegen der großen Zahl an Gläubigen, die an ihren religiösen und volkstümlichen Feiern teilnahmen, zu klein geworden war. Die geplante Kirche und die Ermita de Fátima stehen dadurch in einer gemeinsamen Ortsgeschichte, die von Gottesdiensten, Feiern und dem wachsenden Platzbedarf der Gemeinde geprägt ist.

Die Bewohner von Genovés wünschten sich die Ermita de Fátima, damit sie für ihre dringendsten geistlichen Bedürfnisse nicht mehr nach San Juan del Reparo gehen mussten. Die Ermita de Fátima wurde geweiht und Unserer Lieben Frau von Fátima gewidmet. Mit der Parroquia de La Candelaria und der Ermita de Fátima sind in Genovés zwei Gotteshäuser mit unterschiedlichen Stationen der örtlichen Sakralgeschichte verbunden.

Feste und Wege

Zur Festtradition der Ortsteile in der Gemeinde Garachico gehört die Feier zu Ehren der Virgen de Candelaria in Genovés. In Genovés wird die Virgen de Candelaria gefeiert, während die Etappe II des Camino Real del Norte über den Ort verläuft. Die Iglesia de Nuestra Señora de Fátima gilt in dieser Etappe als Sehenswürdigkeit. Fest, Kirche und historischer Weg erscheinen damit gemeinsam im Ortsbild von Genovés.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Garachico.

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