Erjos auf Teneriffa: Natur, Wanderwege und ländliches Erbe

Erjos verbindet wassergeprägte Natur, Wege durch den Monte del Agua und Spuren bäuerlicher Geschichte zu einem eigenständigen Landschaftsbild. Die Charcas de Erjos entstanden durch die Ansammlung von Regenwasser in lehmigem Boden. In diesen Wasserflächen hat sich ein besonderes Ökosystem mit charakteristischer Flora und Fauna entwickelt. Der Monte del Agua beginnt in der Nähe der Charcas de Erjos und beherbergt im nordwestlichen Teil der Insel Monteverde canario, eine für Lorbeerwälder typische Vegetation. Wasser, Wald und landwirtschaftlich genutzte Flächen liegen hier in eng miteinander verbundenen Landschaftsräumen.

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Wandern

Der PR-TF 52 Erjos – Las Portelas (Monte del Agua) ist ein homologierter linearer Wanderweg mittleren Schwierigkeitsgrads über 10,7 km. Von Erjos nach Las Portelas dauert die Strecke etwa 2 Stunden und 30 Minuten. Der Weg beginnt in bewaldetem Gelände, führt anschließend über die östlichen Hänge des Valle de El Palmar und erreicht landwirtschaftlich genutzte Terrassen. Im Parque Rural de Teno verläuft der PR-TF 52; eine Genehmigung ist nicht erforderlich. Wald, Hänge und Terrassen prägen damit nacheinander die Wegabschnitte dieses Verlaufs.

Der PR-TF 53 Los Silos – Cuevas Negras – Erjos ist ebenfalls ein homologierter linearer Wanderweg mittleren Schwierigkeitsgrads und führt über 5,7 km. Von Erjos nach Los Silos dauert er etwa drei Stunden. Der Weg führt von Erjos über die C/ Las Cruces, folgt zunächst dem Rand des Bachbettbereichs und verläuft anschließend entlang des Barranco de El Salto in Richtung Los Silos. Die Wegführung verbindet dabei die genannten Straßen-, Bachbett- und Schluchtbereiche zu einem durchgehenden Verlauf.

Auf mehr als 4 km verläuft der erste Abschnitt des PR-TF 54 gemeinsam mit dem Weg am Monte del Agua. So begegnen sich an den beschriebenen Wegabschnitten Wald, Wasserlauf und landwirtschaftliche Nutzung, während die beiden homologierten Routen PR-TF 52 und PR-TF 53 jeweils ihre eigenen Streckenverläufe und Zeitangaben behalten.

Natur

Zu den mit dem Wasser verbundenen Vögeln der Charcas de Erjos gehören der Graureiher (Ardea cinérea), die Bachstelze beziehungsweise Kanaren-Bachstelze (Motacilla cinérea canariensis), die Bekassine (Gallinago gallinago) und das Blässhuhn (Fulica atra). Diese Arten ergänzen das Ökosystem der Charcas um eine klar benannte Vogelwelt. In den Charcas treffen Regenwasser, lehmiger Boden, charakteristische Flora und Fauna sowie diese Vogelarten aufeinander.

Kultur

Der SL-TF 151 führt über die Calle La Unión zur Ermita de Erjos; diese Straße bildet die Grenze zwischen Los Silos und El Tanque. Der Rundwanderweg SL-TF 151 Ruigómez – Erjos – Ruigómez führt an dem ethnografischen Erbe der ländlichen Siedlungen Ruigómez und Erjos vorbei. Entlang des Rundwegs liegen zahlreiche verborgene Dreschplätze, die von der früheren Bedeutung des Getreideanbaus in diesem Gebiet zeugen.

Am ersten Juniwochenende finden in Erjos Feste zu Ehren der Begoña statt. In der ersten Oktoberwoche finden in Erjos Feste zu Ehren der Milagrosa statt. Die beiden Festzeiten liegen an unterschiedlichen Stellen im Jahreslauf und ergänzen die Wege, Siedlungsspuren und Dreschplätze um wiederkehrende kulturelle Ereignisse.

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