El Tanque: Schutzgebiete, Aussichtspunkte und Kulturerbe

File:Teneriffa - El Tanque - panoramio.jpg File:Teneriffa - El Tanque - panoramio.jpg Foto: giggel via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

El Tanque auf Teneriffa verbindet geschützte Natur mit historischen Orten und eindrucksvollen Ausblicken. Mehr als 60 Prozent des Gebiets von El Tanque sind geschützte Naturräume. Innerhalb von El Tanque liegen das Reserva Natural Especial del Chinyero mit 1.059,5 Hektar, das Schutzgebiet Acantilados de La Culata mit 61,1 Hektar und der Parque Rural de Teno mit 200,9 Hektar. Der Mirador Lomo Molino liegt auf 640 Metern Höhe, ist leicht über die Straße erreichbar und eröffnet den Blick auf die Nordküste Teneriffas sowie bei klarer Sicht auf den Teide und die Insel La Palma. Der Aussichtspunkt gehört zum inselweiten Aussichtspunktnetz des Cabildo de Tenerife.

Natur erleben und Wege durch El Tanque

Das Área Recreativa de Puerto Escondido ist ein 3.500 Quadratmeter großer Erholungspark innerhalb des Reserva Natural Especial del Chinyero. Die angegebene Kapazität beträgt 100 Personen; außerdem gibt es dort barrierearme Zugänge und einen Kinderbereich. Die Route zu den Charcas de Erjos führt am Ecomuseo de El Tanque vorbei; sie gilt als sehr einfach und ist im Frühling empfehlenswert. Der Wanderweg SL-TF 151.2 führt in das Reserva Natural Especial del Chinyero, durch das Zentrum von El Tanque und dessen historischen Ortskern weiter zum Mirador de La Atalaya an der Grenze zu Garachico. Der Aussichtspunkt El Lagarito bietet Ausblicke auf Garachico und die Isla Baja sowie einen visuellen Zugang zum geschützten Gebiet Acantilados de La Culata.

Historische Orte und kanarische Baukultur

Die archäologische Zone Las Partidas de Franquis liegt in der Cañada de los Ovejeros am Fuß des südöstlichen Hangs der Montaña de Tomás Seche und ist als Bien de Interés Cultural eingestuft. Zu der Fundstätte gehörte ein kleiner Stein mit einer alphabetiformen Gravur in Form eines Podomorphs; heute befindet sich das Stück im Museo Arqueológico de Tenerife. Die Iglesia de San Antonio de Padua ist als Bien de Interés Cultural in der Kategorie Monument eingestuft. Ihre Geschichte reicht zu einer im 16. Jahrhundert gegründeten Kapelle zurück, die beim Ausbruch des Vulkans Trevejo im Jahr 1706 zerstört und 1728 wiederaufgebaut wurde. La Alhóndiga ist ein rechteckiges, zweigeschossiges Gebäude aus dem 17. Jahrhundert im historischen Zentrum von Tanque de Abajo. Es diente ursprünglich als Getreidespeicher und wurde später zu einem wirtschaftlichen und sozialen Zentrum der Umgebung; zugleich liegt es im geschützten Umfeld der Kirche. Die Casa de los Martelos aus dem 17. Jahrhundert überstand den Vulkanausbruch der Montaña Trebejo im Jahr 1706. Ihre horizontal gegliederte Fassade besitzt einen zentralen Holzbalkon, der für die traditionelle Architektur der Epoche charakteristisch ist.

Museen, Feste und Alltagsgeschichte

Das Ecomuseo de El Tanque zeigt eine Ausstellung über das Leben im historischen Partido de Abajo mit Informationstafeln, audiovisuellen Medien, virtueller Realität und interaktiven Elementen. Der Besuch führt durch neun Räume zu den Ursprüngen des Weilers, seinem historischen Kontext und dem Alltag der Einwohner. Für Besuche großer Gruppen, etwa von Schulen, Organisationen oder Bildungseinrichtungen, ist eine Reservierung erforderlich. Das Día de La Trilla entstand 1996 und wird Ende Juli auf dem Gelände und in den Weilern des Ecomuseo im Ortsteil San José de los Llanos gefeiert, wo landwirtschaftliche und kulturelle Traditionen des Ortes vermittelt werden. Anfang August präsentiert die Feria de Artesanía in der Avenida Príncipes de España lokale Handwerkstraditionen. In El Tanque ist außerdem eine Tradition der handwerklichen Käseherstellung dokumentiert. Zu den weiteren prägenden Orten zählen die Lavaderos de La Atalaya am Mirador de la Atalaya: Die historischen Waschhäuser gelten als ethnografisches Kulturerbe, werden von einer natürlichen Quelle mit vier Wasserausläufen gespeist und umfassen etwa zwanzig Waschsteine. Sie sind über einen neu angelegten gepflasterten Weg mit deutlicher Steigung erreichbar. Die Ermita de San José de los Llanos ist eine Kapelle aus dem 18. Jahrhundert mit Mauern aus Vulkangestein, kanarischem Kiefernholz (Tea-Holz) und einem Dach aus arabischen Ziegeln. El Granero ist eine Gruppe von Wohnhäusern, die für die ländliche kanarische Architektur repräsentativ ist und aus der Zeit der ersten kastilischen Siedlungen in El Tanque stammt; örtliches Vulkangestein, kanarisches Kiefernholz und gebogene Dachziegel prägen die Gebäude.

Weitere Ziele: Ruigomez, La Victoria De Acentejo, Santa Cruz De Tenerife, Tacoronte, La Orotava, Las Cruces, Villa De Arico und Buenavista Del Norte.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Teneriffa.

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