El Durazno: Wege, Haciendas und kanarische Baugeschichte
File:Sept.2012, Blick von El Durazno (obererer Teil vonPuerto de la Cruz) nach Süden - panoramio.jpg
Foto: Klaus61 via Source, CC BY-SA 3.0
Kultur und Geschichte
El Durazno zeigt seine Geschichte an Wegen, Haciendas und kleinen Sakralbauten. Ein besonders prägnanter Ort ist der Camino de El Ciprés: Er wurde 2008 als Kulturgut von kulturellem Interesse (Bien de Interés Cultural) in der Kategorie Sitio Histórico ausgewiesen. Weg, ländliche Architektur und private Oratorien stehen hier als unterschiedliche konkrete Elemente eines historisch geprägten Ortsbildes nebeneinander.
Der Camino de El Ciprés ist etwa 800 Meter lang und verläuft zwischen der Cruz del Durazno und dem Gebiet La Palmita an der ehemaligen Carretera C-820, am Anschluss an die Autobahn TF-5. Zugleich ist er eine wichtige Verbindungsroute zum benachbarten Puerto de la Cruz. Sein Verlauf führt damit zwischen klar benannten Punkten und verbindet den historischen Weg mit einem benachbarten Ort.
Ermita und Hacienda
An der Kreuzung des Camino del Durazno mit dem Camino de San Bartolomé liegt die Ermita y Hacienda de San Bartolomé Apóstol. Das Haus und die Ermita y Hacienda de San Bartolomé Apóstol wurden im 17. Jahrhundert auf Anordnung ihres damaligen Eigentümers D. Bartolomé de Molina Llarena gleichzeitig errichtet. Das Gebäude der Ermita y Hacienda ist im Mudéjar-Stil gehalten.
Die gemeinsame Bauzeit von Haus und Ermita verweist auf einen zusammengehörigen historischen Baukomplex, während der Mudéjar-Stil dem Gebäude eine eigenständige architektonische Einordnung gibt. So treffen an diesem Kreuzungspunkt der Camino del Durazno und der Camino de San Bartolomé auf eine Anlage, deren Entstehung bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht.
Landwirtschaft und kanarische Architektur
Die Hacienda del Durazno entspricht dem charakteristischen Modell der kanarischen ländlichen Architektur, insbesondere dem großer Haciendas. Der landwirtschaftliche Komplex entstand zur Unterstützung des Bananenanbaus und liegt am Camino del Durazno 19 an der Ecke El Ciprés. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde er nach der damals verbreiteten landwirtschaftlichen Typologie für Bananenanbauhäuser errichtet.
Die Hacienda del Durazno war der Rückzugsort von D. J. de Herrera Ayala y Rojas (1714–1766), XI. Graf von La Gomera und VI. Marquis von Adeje. Er war maßgeblich an ihrer Errichtung beteiligt. In der Anlage verbinden sich damit die Bezeichnung als Hacienda, ihre ländliche kanarische Architektur und die Geschichte einer konkreten adligen Persönlichkeit.
Privates Oratorium an der Finca La Vizcaína
An der Finca La Vizcaína liegt ein kleines privates Oratorium. Es wurde im 17. Jahrhundert von José Llarena Calderón y Valcárcel als religiöses Nebengebäude der Finca angelegt. Das private Oratorium hat einen halbkreisförmigen Eingangsbogen aus Mühlstein. Das kleine Gebäude verbindet damit seine Funktion als religiöses Nebengebäude mit einem klar beschriebenen baulichen Detail und einer eigenen Entstehungsgeschichte.
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