Güime auf Lanzarote: Wege, Geschichte und lokale Tradition
Güime auf Lanzarote verfügt über eine ausgeprägte landwirtschaftliche Tradition; Aufzeichnungen über den Ort reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Für die Reiseplanung eröffnet dieser Hintergrund einen Blick auf einen Ort, an dem Landschaft, Landwirtschaft und lokale Geschichte eng nebeneinanderstehen. Wer Güime als Ausgangspunkt einer Inselreise betrachtet, findet hier deshalb nicht nur einen Ortsnamen, sondern mehrere konkrete Themen für die eigene Erkundung.
Wege zwischen Güime und dem Bergland
Der Rundweg Recorrido San Bartolomé führt durch Güime. Die Berge im Zentrum Lanzarotes sind von Güime aus über die Straße mit dem Auto oder Fahrrad erreichbar. Diese Berge verfügen über deutlich ausgeschilderte Wege. Ein Rundweg durch Güime und die ausgeschilderten Wege im zentralen Bergland liegen damit als getrennte Ziele vor. Je nach gewählter Fortbewegung rücken dabei die Route durch Güime oder die ausgeschilderten Wege der Berge in den Mittelpunkt, ohne dass beide Bereiche zu einem einzigen Wegverlauf zusammengefasst werden müssen. Der Rundweg und die Wege im Bergland bezeichnen dabei nicht denselben Verlauf. Für die Planung einer Fahrt mit dem Auto oder Fahrrad bleibt die Verbindung zum Bergland ein eigener Bezug, während der Recorrido San Bartolomé der Ortslage Güime zugeordnet ist. So bleiben beide Ziele getrennt.
Landwirtschaftliche Landschaften auf Lanzarote
Vega de Machín ist in San Bartolomé als Anbaugebiet und Bereich landwirtschaftlicher Nutzung eingeordnet. Der Ort steht im Zusammenhang mit der landwirtschaftlichen Tradition Lanzarotes, in der ausgedehnte, tiefliegende, ebene und fruchtbare Anbauflächen als „Vegas“ bezeichnet werden. Dadurch tritt neben der Geschichte Güimes ein weiterer konkreter Landschaftsbezug hinzu: Vega de Machín verweist sowohl auf landwirtschaftliche Nutzung als auch auf eine Bezeichnung, die aus der Inseltradition heraus verständlich wird. Für interessierte Besucher entsteht so eine zusätzliche Beobachtungsebene zwischen Ortsgeschichte und Kulturlandschaft.
Molina de Güime und Ermita de Güime
Die Molina de Güime wurde 1945 von Muñique nach Güime versetzt. Sie ist auf rechteckigem Grundriss errichtet und besitzt einen Holzturm mit vier Flügeln. Diese Flügel bestehen zur Hälfte aus Leinwand und zur Hälfte aus Holzstäben, die quadratische Felder bilden. Zu ihrer Geschichte gehören der Ortswechsel von Muñique nach Güime und ihre besondere Konstruktion mit rechteckigem Grundriss sowie Holzturm und vier Flügeln. Die Molina de Güime ist derzeit außer Betrieb und weist eine hohe Fragilität auf.
Zur sakralen Geschichte gehört die Ermita de Güime: Ihr Grundstein wurde am 20. August 1911 gelegt, und am 1. Mai 1913 wurde sie gesegnet. Das Centro Cultural y Recreativo Los Ajaches wurde als Raum für kulturelle und Freizeitaktivitäten sowie als Treffpunkt für die Einwohner der Umgebung konzipiert. In Güime wird in der ersten Juniwoche das Fest zu Ehren des heiligen Antonius gefeiert. Zum Fest gehörte die im Programm vorgesehene Verkostung von Wein, Käse und Gofio.
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