Moya auf Gran Canaria: Kultur, Natur und Küste

Natur und Wege

Das Besondere Naturschutzgebiet Los Tilos umfasst 91 Hektar. Es ist der am besten erhaltene Rest des dichten Lorbeerwaldes, der einst den Norden Gran Canarias bedeckte, und kann zu Fuß auf einem ausgeschilderten Rundweg erkundet werden. Der Barranco de Azuaje liegt im Parque Rural de Doramas und ist als Besonderes Naturschutzgebiet ausgewiesen. Seine Landschaft umfasst steile Berge, Felshöhlen, üppige endemische Vegetation sowie dauerhaft wasserführende Kaskaden und Tümpel.

Die Caldera de los Pinos liegt auf 1.350 Metern über dem Meeresspiegel. Ihr kreisförmiger Krater mit Trichterstruktur hat 300 Meter Durchmesser und ist 150 Meter tief. Die Route Guía–Moya ist 14 Kilometer lang und als leicht eingestuft. Wald, Schlucht, Krater und Wanderroute bilden damit vier unterschiedliche Naturmotive.

Kultur und Geschichte

Das Tomás-Morales-Hausmuseum ist ein Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, in dem der Dichter Tomás Morales während seiner Kindheit und Jugend lebte. Tomás Morales gilt als bedeutendster Vertreter des kanarischen lyrischen Modernismus und als einer der wichtigsten spanischen Autoren dieser literarischen Bewegung. Zu seinem Werk gehören ein gut erhaltenes Dokumentararchiv, zahlreiche persönliche Gegenstände und eine wertvolle Gemäldesammlung. Die Kirche Unserer Lieben Frau von Candelaria wurde 1957 über der ursprünglichen Kapelle errichtet, in der 1515 die Pfarrei von Moya gegründet wurde. Sie beherbergt eine Statue Unserer Lieben Frau von Candelaria aus dem 15. Jahrhundert sowie ein Werk des heiligen Judas Thaddäus von José Luján Pérez aus dem Jahr 1803.

In Moya stammt das erhaltene Gebäude der Kapelle San Bartolomé de Fontanales aus dem Jahr 1872; zuvor war 1635 eine ältere Kapelle errichtet worden. Heute wird das Gebäude nicht für Gottesdienste genutzt. Das Herrenhaus Heredad de Aguas de Moya wurde Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet. Es besitzt zwei Stockwerke, eine symmetrische Fassade aus Haustein, einen Vorbau, sechs Säulen im neoklassizistischen Stil und einen zentralen Uhrturm. La Montañeta gilt als die bedeutendste archäologische Fundstätte der Villa de Moya und umfasst zahlreiche natürliche Höhlen, in denen die kanarischen Ureinwohner lebten.

Küste und regionale Besonderheiten

An der Küste von Moya besteht Charco de San Lorenzo aus Becken, die in die vulkanischen Felsen eingelassen sind und das Baden ermöglichen, ohne der starken Brandung des Gebiets ausgesetzt zu sein. Die Becken haben unterschiedliche Kapazitäten und Tiefen und verfügen über einen sandigen Bereich. In den Gemeinden Guía, Gáldar und Moya werden Queso de Flor de Guía, Queso de Media Flor und Queso de Guía vollständig handwerklich hergestellt. Ein großer steinerner Balkon bietet einen Panoramablick auf den Norden Gran Canarias.

Zu den direkten Zielen gehören San Bartolomé De Fontanales, San Fernando, Cabo Verde und Los Dragos.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gran Canaria.

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