Maspalomas: Leuchtturm, Dünen und Küstengeschichte
File:Dunas de Maspalomas (10 de agosto de 2015, San Bartolomé de Tirajana) 04.JPG
Foto: Discasto via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Kultur und Geschichte
Der Faro de Maspalomas verbindet die Geschichte der Schifffahrt mit dem heutigen Landschaftsbild der Küste. Sein erstes Lichtsignal gab der Leuchtturm am 1. Februar 1890 ab. 2005 wurde der Faro de Maspalomas als Denkmal zum Bien de Interés Cultural erklärt. Der Turm ist 54,70 Meter hoch und prägt die Sicht auf Maspalomas ebenso wie die Dünen und das Meer.
Etwa 150 Meter westlich des Faro de Maspalomas, in Richtung Playa de las Meloneras, liegt die archäologische Fundstätte Punta Mujeres. Die Stätte ist ein Beispiel für die Küstensiedlungen, die an weiten Teilen der Küste Gran Canarias vorkommen. In Punta Mujeres wurden die Überreste von sechs häuslichen Strukturen gefunden. Der Leuchtturm und die Fundstätte stehen damit für zwei unterschiedliche Zeitschichten am selben Küstenabschnitt.
Innerhalb der Grenzen des Reserva Natural Especial de las Dunas de Maspalomas liegt der Parque Tony Gallardo. Der Park ist ein Werk des kanarischen Bildhauers und Kunsthochschulprofessors Tony Gallardo. Zugleich finden dort zahlreiche Wirbellose und Vogelarten Schutz. So treffen im Parque Tony Gallardo Kunst, Naturraum und Tierwelt aufeinander, ohne dass der Park seinen Platz im Dünenreservat verliert.
Natur und Wege
Das Reserva Natural Especial de las Dunas de Maspalomas umfasst 403,9 Hektar im Gemeindegebiet von San Bartolomé de Tirajana. Zum Schutzgebiet gehören das Brackwasser-Lagunenökosystem der Charca de Maspalomas, das Dünensystem und der Palmenhain. Diese drei Landschaftselemente bilden einen eng miteinander verbundenen Naturraum: Neben der offenen Sandfläche gehören auch Wasser und Palmen zum charakteristischen Bild des Reservats.
Im Reserva Natural Especial de las Dunas de Maspalomas gibt es markierte Wege. Besucher müssen auf diesen Wegen bleiben und dürfen sie nicht verlassen. Die Dünen von Maspalomas können bei voller Ausprägung 15 bis 25 Meter hoch und etwa 200 Meter breit werden. Ihre Form bleibt dabei nicht unverändert: Die Passatwinde treiben den Sand von der Küste der Playa del Inglés landeinwärts und bewegen ihn mit einer Geschwindigkeit von 2 bis 5 Metern pro Jahr. Lagune, Palmenhain und Dünensystem zeigen dadurch jeweils eine eigene Seite der Landschaft.
Küste und Wassersport
Die Playa de Maspalomas ist für ihre Dünen und ihren ikonischen Leuchtturm bekannt. An der Playa de Maspalomas kann man am Meer entlang spazieren. In Maspalomas werden Windsurfen, Segeln, Tauchen und Wasserskifahren als Wassersportarten angeboten beziehungsweise ausgeübt. Küste, Leuchtturm und Dünensand bilden hier die prägenden Themen, während die genannten Wassersportarten einen weiteren Zugang zum Meer eröffnen.
Anfahrt
Von der Hauptstadt aus führt die Anfahrt zum Faro de Maspalomas über die GC-1 in südlicher Richtung. Nach 56 Kilometern nimmt man die Ausfahrt 46 zur Avenida Touroperador Tui. Anschließend geht es etwa 5 Kilometer über die Avenida Touroperador Tui und die Avenida Cristóbal Colón bis zur Plaza del Faro de Maspalomas. Die Strecke endet damit direkt am Platz des Leuchtturms und führt durch die benannten Straßen des südlichen Gemeindegebiets.
Weitere Ziele: Playa Del Águila, San Agustin, Montaña La Data, Pasito Blanco, Castillo Del Romenral, Playa Del Ingles, Fátaga, Los Cercados
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