Salcidos – Kulturerbe und Wege am Miño
Unterkünfte in Salcidos
Kulturelles Erbe
Salcidos verbindet sprachliche Überlieferung, sakrale Orte und handwerklich geprägte Spuren. Die Geheimsprache der Cabaqueiros aus Salcidos gehört zum immateriellen Kulturerbe. Sie steht in diesem Ort neben Kirchen, Kapellen, Wegkreuzen und den erhaltenen Keramikstätten. So begegnen sich überlieferte Sprache, religiöse Architektur und die Geschichte eines Handwerks in einem vergleichsweise eng gefassten Ortsbild.
File:Inicio da estrada PO-354 en Salcidos, A Guarda.jpg
Foto: Estevoaei via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Zur Geschichte der sakralen Orte gehört die Iglesia de San Lorenzo de Salcidos. Sie wurde im 16. Jahrhundert vom Pfarrer D. Álvaro Ozores de Sotomayor gefördert; ihre Hauptkapelle entstand 1760. Damit reicht die bauliche Überlieferung dieses Gotteshauses von der frühen Neuzeit bis in das 18. Jahrhundert. Vor der Fassade des Santuario de San Roque de Salcidos steht außerdem ein kunstvolles Wegkreuz aus dem 18. Jahrhundert.
Im Viertel A Gándara in der Pfarrei Salcidos befindet sich die Capilla das Mercedes. Die Kapelle zu Ehren der Virgen de las Mercedes wurde 1918 eingeweiht. In derselben Pfarrei liegt außerdem ein monumentales Ensemble aus einem Wegkreuz, einem Seelenopferstock und einer Stele. Kirchen, Kapellen und religiöse Zeichen verteilen sich damit über mehrere Zeiten und Formen: vom einzelnen Wegkreuz bis zum zusammengehörigen Ensemble und von der Hauptkapelle bis zur kleinen Kapelle im Viertel.
Keramik und Arbeitsgeschichte
In Juncal-Ribera de Salcidos befinden sich restaurierte Überreste eines alten und bedeutenden industriellen Keramikkomplexes aus der Zeit zwischen 1850 und 1895. Die Anlage gehört zu den markanten Spuren der industriellen Keramikgeschichte. In der Pfarrei Salcidos sind außerdem zwei kürzlich restaurierte Keramiköfen erhalten. Der Komplex und die beiden Öfen stehen für unterschiedliche Keramikstätten; gemeinsam bewahren sie größere und kleinere Formen dieser Arbeitsgeschichte.
Am Miño
Im Mündungsgebiet des Miño konzentriert sich die Mehrzahl der hundert dort lebenden oder überwinternden Vogelarten an den Vogelbeobachtungsstellen. Diese Stellen sind über eine Route in der Nähe von Salcidos erreichbar. Das Mündungsgebiet verbindet dabei Fluss, Ufer und Beobachtungsstellen mit einer Landschaft, in der sich die Vogelwelt an bestimmten Punkten sammelt.
Die PR-G160 Ruta Desembocadura del Miño beginnt wenige Meter von der Pfarrkirche von Salcidos entfernt und führt zum Ufer des Miño, wo sich Vogelbeobachtungsstellen befinden. Ihre markierte Hauptroute ist 7 km lang. Ausgangspunkt, Ufer und Beobachtungsstellen liegen damit entlang derselben markierten Route, die den Ortsbereich mit dem Mündungsgebiet verbindet.
Wege durch A Guarda
Im Gemeindegebiet von A Guarda verläuft der Camino Portugués de la Costa über 9 km. Die Strecke gilt als Route mit abwechslungsreichen Landschaften und niedrigem Schwierigkeitsgrad. Neben der 7 km langen Hauptroute der PR-G160 steht damit eine 9 km lange Strecke durch das Gemeindegebiet von A Guarda. Die beiden Längen gehören zu unterschiedlichen Wegen und markieren zwei eigenständige Routen durch den Küsten- und Flussraum.
In Salcidos treffen die Wege am Miño auf sakrale Orte, Keramikspuren und die Vogelbeobachtungsstellen im Mündungsgebiet. Kulturgeschichte und Landschaft bleiben dabei als unterschiedliche Seiten des Ortes erkennbar: Hier stehen Kirchen, Kapellen und Arbeitsstätten, dort führen markierte Wege zum Ufer und durch das Gemeindegebiet von A Guarda.
Weitere Orte: Anzo, Costoia, Ramil, Pontevedra, Vinseiro, Simes, A Estrada, Senín
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