Mougás: Wasser, Atlantik und Kulturspuren
Unterkünfte in Mougás
Wasserwege und Atlantikblicke
Mougás verbindet Wege durch die Serra de A Groba mit Wasserplätzen, Atlantikausblicken und einer vielschichtigen Kulturgeschichte. Die Ruta Mágica de Oia führt über forstliche Betriebswege am Westhang der Serra de A Groba durch die Pfarrei Santa Uxía de Mougás. Damit gehört ein konkreter Wegverlauf durch die Landschaft zum Bild des Ortes. Die Route steht nicht losgelöst neben Mougás, sondern führt durch die Pfarrei und macht den Westhang der Serra de A Groba zu einem wichtigen Landschaftsbezug.
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Die Pozas de Mougás werden vom Wasser des Flusses Peito gebildet. Zu den prägenden Elementen gehören ihre Becken und Wasserfälle. Diese Becken und Wasserfälle eignen sich zum Baden. So lässt sich an den Pozas der Verlauf des Wassers unmittelbar mit einem Aufenthalt am Fluss verbinden, ohne dass der Ort auf einen einzigen Landschaftsaspekt reduziert wird.
Die Pozas de Mougás liegen am Verlauf der Ruta Mágica de Oia in der Nähe der Petroglyphen von O Pousiño. Der Wasserplatz und die Felszeichnungen stehen dadurch im selben örtlichen Zusammenhang von Weg und Landschaft. Der Miradoiro da Cabeciña liegt in Mougás in der Serra da Groba und bietet Ausblicke auf den Atlantischen Ozean. Für die Wahrnehmung von Mougás treten damit Wasser, Weg, Fels und Meer als klar benannte Landschaftsmotive hervor.
Kirche mit mehreren Zeitebenen
Die Kirche Santa Uxía de Mougás verbindet romanische und barocke Kunstelemente. Ihre Geschichte reicht dabei weiter zurück als die heutige Gestalt des Bauwerks: 1137 wurde sie unter dem Namen „Mogaes“ dem Kloster Oia geschenkt. Die heutige Kirche Santa Uxía de Mougás wurde 1698 erbaut und 1840 von dem in Tui geborenen Baumeister Xosé Areal restauriert.
Im Inneren der Kirche Santa Uxía de Mougás befinden sich ein Hauptaltaraufsatz sowie Seitenaltaraufsätze. Diese sakralen Details ergänzen die äußere Baugeschichte um eine eigene Ebene. Wer sich mit der Kirche beschäftigt, findet deshalb sowohl romanische und barocke Kunstelemente als auch Hinweise auf ihre mittelalterliche Erwähnung, den Bau von 1698 und die Restaurierung von 1840.
Archäologische Spuren in Mougás
Das Castro de Cabeciña, auch Castro Fariño genannt, ist eine befestigte Siedlung der Eisenzeit aus den frühen Phasen der Castreja-Kultur. Die Quelle datiert diese Siedlung in das 9. bis 4. Jahrhundert v. Chr. Schon die Bezeichnung als Castro Fariño verweist auf einen weiteren Namen desselben archäologischen Ortes, während die Datierung seine Einordnung in eine weit zurückliegende Epoche ermöglicht.
Die Petroglyphen von Cabeciña in Mougás gelten als archäologische Stätten von Interesse. In der Nähe der Pozas von O Pousiño begegnen damit weitere Felszeugnisse einem Landschaftsraum, der zugleich durch Wasser und Wege geprägt ist. Die archäologischen Themen reichen vom befestigten eisenzeitlichen Castro bis zu den Petroglyphen und ergänzen die jüngere Kirchen- und Ortsgeschichte um eine deutlich ältere Perspektive.
Curro und Rapa-Ritual
Das Curro de Mougás besteht aus drei Gehegen und ist das größte Curro in der Gemeinde Oia. Mit dem alten Rapa-Ritual des Curro de Mougás ist außerdem eine lokale Tradition verbunden. Das Ritual umfasst das Einfangen und Markieren von Wildpferden durch Viehhalter. Die drei Gehege benennen dabei den baulichen Rahmen des Curro, während das Rapa-Ritual den traditionellen Umgang mit den Wildpferden beschreibt.
In Mougás stehen so konkrete Ortsbezüge nebeneinander: die Ruta Mágica de Oia am Westhang der Serra de A Groba, die Pozas am Wasser des Peito, der Blick auf den Atlantischen Ozean, die Kirche Santa Uxía de Mougás, das Castro de Cabeciña, die Petroglyphen und das Curro. Jeder dieser Orte und Themen gehört zu einem eigenen Abschnitt der Ortsgeschichte oder Landschaft und lässt sich beim Lesen gezielt wiederfinden.
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