Ribadavia: Geschichte, jüdisches Viertel und Camino del Vino
Unterkünfte in Ribadavia
Geschichte im Ortsbild
Ribadavia verbindet mittelalterliche Stadtgeschichte mit historischen Bauwerken und der Weinlandschaft Galiciens. Die Stadt wurde 1947 als historisch-künstlerisches Ensemble unter Schutz gestellt. Mauern und Tore stammen aus dem 12. bis 15. Jahrhundert. Damit reicht der zeitliche Rahmen des Ortsbilds vom Mittelalter bis in spätere Ausbauphasen. Wer Ribadavia über seine Geschichte kennenlernen möchte, findet im Stadtbild mehrere klar benannte Anknüpfungspunkte. Die Befestigungen sind dabei nicht nur einzelne Bauwerke, sondern Teil einer größeren historischen Einordnung Ribadavias.
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Foto: Lmbuga (Luis Miguel Bugallo Sánchez) via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Festa da Istoria und Barrio Judío
Die Festa da Istoria wird am letzten Samstag im August in Ribadavia gefeiert und ist als Fest von nationalem touristischem Interesse anerkannt. Sie findet im jüdischen Viertel von Ribadavia statt. Während der Festa da Istoria gibt es dort Stände mit gastronomischen und handwerklichen Produkten; bezahlt wird mit Maravedís. Das Barrio Judío ist außerdem Teil des von der Gemeindetourismusstelle vorgeschlagenen Rundgangs durch Ribadavia. So verbindet sich ein festgelegter Augusttermin mit einem historischen Viertel, regionalen Produkten und einem Rundgang durch den Ort.
Festung, Museum und Palais
Die Gemeindetourismusstelle von Ribadavia bietet einen Besuch der Festung von Ribadavia an; dabei werden ihre Geschichte und die im Inneren gefundenen Überreste vorgestellt. Im historischen Ortszentrum von Ribadavia befindet sich das Museo Etnolóxico de Ribadavia in einem Palais, das als Pazo de Baamonde oder Casa de la Fundación bekannt ist. Festung, Museum und Palais richten den Blick jeweils auf ein anderes Verhältnis von Gebäude und Ortsgeschichte.
Kirchen mit unterschiedlichen historischen Bezügen
Die Igrexa de Santiago wurde Ende des 12. Jahrhunderts in Auftrag gegeben, um die älteste Pfarrei von Ribadavia aufzunehmen. Die Igrexa de San Xoán wurde im 12. Jahrhundert unter der Jurisdiktion der Ritter des Militärischen und Hospitalischen Ordens vom Heiligen Johannes von Jerusalem errichtet. Dieser Orden kümmerte sich um Pilger nach Santiago aus Braga und dem Landesinneren Portugals. Bei Santiago steht damit die älteste Pfarrei im Mittelpunkt, während San Xoán mit der Geschichte der Pilgerbetreuung aus dem portugiesischen Raum verbunden ist.
Die Capela de San Lázaro
Die Capela de San Lázaro aus dem 12. Jahrhundert ist das einzige erhaltene Zeugnis eines Leprosoriums. Dieses bestand dort vom 12. bis zum 18. Jahrhundert und verschwand im 18. Jahrhundert vollständig.
Camino del Vino und Weinbaulandschaft
Der Camino del Vino führt von Ribadavia am linken Ufer des Avia entlang zu den Dörfern Sto André de Camporredondo und San Clodio und kehrt über Berán und Beade zurück. Die mittelalterliche Weinbaulandschaft Galiciens ist durch Weinberge auf Granitterrassen, gepflasterte Wege und Natur geprägt. Wer historische Räume und regionale Landschaften in einer Reise verbinden möchte, findet hier zwei klar unterscheidbare Themenfelder: das gebaute Erbe Ribadavias und die durch Weinbau geprägte Landschaft Galiciens.
Weitere Orte
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