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Ribadeo zwischen Jakobsweg und Ría

Unterkünfte in Ribadeo

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Ribadeo verbindet den Camino del Norte mit der Ría de Ribadeo und einer ungewöhnlich dichten historischen Stadtlandschaft. Die Ría ist ein Ästuar an der Mündung des Eo, geprägt von Schlick- und Sandhabitaten im Gezeitenbereich. Seit 1992 gehört sie zum Natura-2000-Netz der Europäischen Union. Ribadeo ist zugleich der Ausgangspunkt des Camino del Norte in Galicien. Bis zur Kathedrale von Santiago liegen 189 Kilometer; ausgeschildert ist die Route mit einer Keramiktafel, auf der eine Jakobsmuschel dargestellt ist. Gemeinsam mit dem Camino Primitivo wurde der Camino del Norte 2015 von der UNESCO als Welterbe anerkannt.

File:Plaque Number 03.001 - Ribadeo.jpg File:Plaque Number 03.001 - Ribadeo.jpg Foto: Fernando Losada Rodríguez via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Küste und Gezeiten

Zur Küstenlandschaft gehört die Illa Pancha. Der öffentliche Zugang zur Insel selbst ist nicht gestattet, doch von einem Aussichtspunkt an der Küste bieten sich Ausblicke auf die Leuchttürme und die Einfahrt zur Ría. Auf einem Vorgebirge steht die Capela da Atalaia mit Blick auf die Einfahrt zur Ría de Ribadeo und den Hafen von Porcillán. An der Playa de As Catedrais formen sich die Klippen zu eindrucksvollen Bögen, Durchgängen und Höhlen, die an die Säulen eines natürlichen Tempels erinnern.

Kultur und Baugeschichte

Am Ästuar liegt das Fuerte de San Damián, auch Castillo de San Damián genannt. Die Festung verteidigte historisch den Schiffbauplatz und den Hafen von Ribadeo vor Angriffen vom Meer aus. Im Hafen steht außerdem die Aduana Vella, ein Gebäude aus dem 18. Jahrhundert. Es wurde von einem herrschaftlichen Wohnhaus zu einem Zollhaus umgebaut und besitzt eine Fassade im Stil des Bourbonischen Barocks. Die Kuppel des Torre de los Moreno wird von vier Karyatiden getragen.

Ribadeos historisches Zentrum wurde 2004 als Kulturgut von besonderem Interesse, als Bien de Interés Cultural, anerkannt. Ein eigener Schwerpunkt liegt auf dem Indiano-Erbe: Die städtische Route beginnt am Cantón de los Moreno und führt durch das historische Viertel Barrio de San Roque, in dem ein großer Teil der Indiano-Architektur Ribadeos konzentriert ist. Der Torre de los Moreno wurde zwischen 1914 und 1915 auf Initiative der Brüder Juan und Pedro Moreno Ulloa erbaut. Insgesamt bewahrt Ribadeo mehr als fünfzig herrschaftliche Indiano-Häuser sowie historische öffentliche Einrichtungen wie Schulen, einen Marktplatz, eine Wasserversorgungsanlage und die Landwirtschaftliche Schule Pedro Murias.

Zu den älteren Bauten dieser Prägung zählt die Casa de Sela, eines der ältesten Indiano-Gebäude Ribadeos aus dem Jahr 1869. In die Indiano-Route aufgenommen ist auch der sogenannte Indiano-Garten, der zur Erinnerung an die Auswanderer aus Ribadeo geplant wurde. Der Ethnografische Park O Cargadoiro bewahrt die Überreste einer alten Erzverladeanlage, die Eisen direkt von Eisenbahnwaggons auf Schiffe übertrug.

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Orte, Persönlichkeiten und regionaler Alltag

Das Haus von El Viejo Pancho ist der Geburtsort von José María Alonso Trelles y Jarén, der als El Viejo Pancho bekannt ist. Sein Geburtshaus beherbergt heute das Ibero-Amerikanische Studienzentrum. Auf dem Wochenmarkt an der Plaza de Abastos bieten lokale Erzeuger mittwochs sowie im Sommer zusätzlich sonntags Obst, Gemüse, Käse, Wurstwaren und andere Erzeugnisse der Region an.

Weitere Orte in diesem Ortsbereich sind Carballido, Begonte, Carballedo, Estelo, Novelúa, Hortás, Bóveda und Monterroso.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lugo.

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