Dodro: Wege, Kirchen und Kulturerbe am Unterlauf des Ulla
Unterkünfte in Dodro
Dodro verbindet Wege am Unterlauf des Ulla mit Kirchen, historischen Adelssitzen und Spuren, die bis in die Bronzezeit zurückreichen. Zwischen Lestrobe, Laíño und Imo stehen dabei sehr unterschiedliche Zeugnisse nebeneinander: barocke Sakralbauten, ein Pazo, mittelalterliche Wehrtürme, Hórreos, Felsgravuren und geschützte Landschaftsräume.
Landschaft und Wege
Wanderwege führen durch die Landschaft am Unterlauf des Ulla. Die Rundwanderroute Ruta Rosalía nos camiños ist etwa 16 Kilometer lang. Bei Lestrobe umfasst sie einen etwa zehn Meter langen Abstecher zum Pazo de Hermida. Eine weitere Verbindung bildet die Ruta del Mar de Arousa y Ulla, an der die Capela da Virxe do Bo Parto e do Leite liegt. Vom Rathaus aus ist die Kapelle 1,2 Kilometer entfernt; erreichbar ist sie über die DP-3302 in Richtung Rois. Die beiden Routen verknüpfen die Kapelle und das Umfeld von Lestrobe mit unterschiedlichen Landschafts- und Kulturpunkten.
Kirchen und sakrale Bauwerke
Die Capela da Virxe do Bo Parto e do Leite besitzt eine neoklassizistische Hauptfassade. Die Igrexa de San Xián de Laíño ist eine barocke Kirche aus dem 18. Jahrhundert. In ihrem Inneren befinden sich drei hochwertige Altaraufsätze, die 1764 in Auftrag gegeben wurden. Ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert stammt die barocke Igrexa de Santa María de Dodro. Hauptfassade, Kirchenraum und Altaraufsätze zeigen verschiedene Formen sakraler Architektur innerhalb von Dodro.
Geschichte in Lestrobe
Der Pazo de Lestrove in Dodro stammt aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Er diente den Erzbischöfen von Compostela als Erholungssitz. Die Torres de Lestrove, auch Pazo de Hermida genannt, entstanden ursprünglich als zwei mittelalterliche Wehrtürme. Rosalía de Castro verbrachte lange Zeiträume in den Torres de Lestrove. In Lestrobe treffen damit der Pazo, seine erzbischöfliche Nutzung, die älteren Wehrtürme und die mit Rosalía de Castro verbundene Geschichte aufeinander.
Natur und geschützte Räume
Das Flusssystem Ulla-Deza in Dodro ist als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung innerhalb des Natura-2000-Netzes ausgewiesen. Die Brañas de Laíño sind in das Galicische Netz geschützter Gebiete aufgenommen. Beide Bezüge gehören zur Landschaft von Dodro, ohne dass sie denselben Schutzstatus tragen: Das Ulla-Deza-System steht innerhalb des Natura-2000-Netzes, während die Brañas de Laíño dem Galicischen Netz geschützter Gebiete zugeordnet sind.
Hórreos und Felskunst
In Lavandeira bei Imo ist eine Gruppe von elf gemischten Hórreos erhalten; die meisten stammen aus dem 18. Jahrhundert. In Imo liegen außerdem die Felsgravuren von Bouza Abadín. Sie stammen aus der Bronzezeit, etwa aus der Zeit von 1500 bis 600 v. Chr. Die Felskunststation Bouzabadín umfasst Gravuren auf zwölf Steinen. Gemeinsam mit dem Cruceiro de Avelán in A Devesa, Dodro, einem ethnografischen Kulturerbe-Kreuz, bilden diese Orte eine Folge von materiellen Spuren aus unterschiedlichen Zeiten und Zusammenhängen.
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