La Calera: Kalköfen, Kirche und Patronatsfeste
La Calera liegt dort, wo die Sierra de la Palomera und die Sierra de la Brama de Guadalupe ineinander übergehen. Der Ort gilt als einer der markanten Orte im Gebiet Villuercas-Ibores-Jara und liegt abseits der Hauptwege. Diese Lage zwischen zwei Sierras gibt La Calera einen klaren landschaftlichen Rahmen und verbindet die Ortsgeschichte unmittelbar mit der umgebenden Berglandschaft. Zur Geschichte des Ortes gehört die Iglesia Virgen de los Dolores. Sie wurde wahrscheinlich im 15. oder 16. Jahrhundert erbaut und besitzt ein Taufbecken aus Granit. Bauzeit und Material machen die Kirche zu einem konkreten Zeugnis der örtlichen Vergangenheit.
Kultur und Orientierung
Das Centro de Interpretación Hornos de la Calera befindet sich an der Straße von Alía nach La Calera, am Ortseingang von La Calera. Diese genaue Lageangabe ordnet das Zentrum unmittelbar dem Zugang zum Ort zu. Das Centro de Interpretación Hornos de la Calera ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. Einen eigenen Parkplatz verfügt das Zentrum nicht; in der näheren Umgebung kann jedoch geparkt werden. Wer auf dokumentierte Zugänglichkeit angewiesen ist, kann diese Information ebenso berücksichtigen wie die Parksituation vor dem Besuch.
Im Zentrum wird ein audiovisuelles Programm über den Geopark und die Kalköfen von La Calera gezeigt. Außerdem wird dort interaktiv und anschaulich die historische Bedeutung der Kalkverarbeitung für die Bevölkerung erläutert. Die Verbindung aus Film- beziehungsweise Bildmaterial und interaktiver Vermittlung macht sowohl den Geopark als auch die Kalköfen zum Inhalt desselben Besuchs. Wer die Geschichte des Ortes über seine Landschaft und seine handwerkliche Prägung kennenlernen möchte, findet hier beide Themen in einer verständlich aufbereiteten Darstellung.
Kalk und Bergbau
Der Name La Calera geht auf nahegelegene Kalkvorkommen zurück. Die Siedlung entwickelte sich im Zusammenhang mit der Bergbauarbeit. Besonders greifbar wird dieser Bezug an den erhaltenen Kalköfen: Die größte Gruppe befindet sich in der Era de los Madroñales, wenige hundert Meter von La Calera entfernt, und umfasst insgesamt fünf Kalköfen. In Los Regajales gibt es zwei weitere Kalköfen, die als Hornos de la Caleruela bekannt sind. Damit verteilen sich die genannten Zeugnisse der Kalkverarbeitung auf zwei benannte Standorte mit unterschiedlicher Zahl von Öfen.
Bei den Öfen zählt nicht nur ihre Zahl und Verteilung, sondern auch ihre Funktionsweise: Sie ist sehr handwerklich geprägt. Die erhaltenen Anlagen veranschaulichen dadurch nicht nur, wo Kalk verarbeitet wurde, sondern auch, wie stark diese Arbeit von handwerklichen Abläufen bestimmt war. Zusammen mit den Erläuterungen im Centro de Interpretación wird die Kalkverarbeitung als Teil der Entwicklung von La Calera sichtbar, ohne sie von der Landschaft des Ortes zu trennen.
Feste und örtliche Traditionen
Die Feierlichkeiten in La Calera umfassen Prozessionen und gesellige Veranstaltungen. Zu den Patronatsfesten gehören Volksfeste, Spiele und verschiedene kulturelle Aktivitäten; sie stehen allen offen, die daran teilnehmen möchten. Die Karwoche wird in La Calera in besonderer Weise begangen. In diesem Zusammenhang finden dort die Patronatsfeste statt. Wer den Ort in einer festlich geprägten Zeit kennenlernt, trifft hier religiöse Formen, gemeinschaftliche Veranstaltungen und kulturelle Aktivitäten im Rahmen derselben örtlichen Traditionen an.
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