Malcocinado: Kirchen, Olivenlandschaft und ländliche Tradition
Unterkünfte in Malcocinado
Olivenlandschaft und ein klares Ortsbild
Malcocinado wird in einem territorialen Plan als landwirtschaftliche Bergzone innerhalb der bedeutenden Landschaften des Olivenanbaus ausgewiesen. Im Ort fällt ein offenes, auffallend regelmäßig angelegtes Ortsbild auf. Weiße ländliche Gebäude und zahlreiche Gartenbereiche geben dem Dorf einen klaren baulichen und zugleich grünen Charakter. Wer beim Aufenthalt in der Extremadura nicht nur einzelne Bauwerke, sondern auch die Verbindung von Siedlung und Landschaft beobachten möchte, findet hier dafür einen besonders konkreten Ausgangspunkt.
Baugeschichte zwischen Guadalcanal und dem 18. Jahrhundert
Die Entstehung von Malcocinado wird auf das 16. Jahrhundert datiert. Der Ort entstand als von Guadalcanal abhängige Siedlung von Hirten. Auch die kirchliche Geschichte verweist auf diese Verbindung: Die Pfarrei trug bis 1862 den Namen Iglesia Parroquial de la Purísima Concepción. Die Pfarrkirche San Antonio de Padua war historisch der Kirche Santa María la Mayor in Guadalcanal angegliedert. Heute ist San Antonio de Padua ein schlichtes Bauwerk mit spätzeitlicher Architektur aus dem 18. Jahrhundert. Spätere Veränderungen führten zu einer Erscheinung, die stilistisch nicht eindeutig bestimmbar ist.
Quellen, Wasser und erhaltene Spuren
Zu den markanten historischen Bezugspunkten gehört der Pilar Grande, zu dem eine bedeutende, angeschlossene Viehtränke gehört. Die traditionelle Fuente de la Machacona liegt unterhalb des Bodenniveaus; Treppen aus Ziegeln und Stein führen zu ihren Wasserausläufen hinab. Außerhalb von Malcocinado sind die Überreste eines alten Waschhauses erhalten. Ebenfalls außerhalb des Ortes stehen zwei alte Wasserhebeanlagen, die als ethnografisches Erbe erhalten sind. Zusammen mit der Baugeschichte eröffnen diese Orte eine zweite Beobachtungsebene: Neben Kirche und Ortsbild wird auch der frühere Umgang mit Wasser und Vieh sichtbar.
Feste und Wege im Gemeindegebiet
Das Fest zu San Antonio de Padua am 13. Juni umfasst eine Messe, eine Prozession und eine volkstümliche Tanzveranstaltung. Die Wallfahrt findet gewöhnlich am zweiten oder dritten Samstag im Mai statt. Die Feier zu Nuestra Señora del Rosario am 7. Oktober umfasst eine Messe und eine Prozession. Die Feria del Emigrante findet an wechselnden Terminen im August statt. Für die Verbindung von Ortsgeschichte und Bewegung gibt es außerdem eine kleine Route, die vollständig im Gemeindegebiet von Malcocinado verläuft. Historisch verlief die Cañada Real über den heutigen Puerto de la Higuera und die Straße nach Alanís.
Regionale Küche und Landhäuser
Zur kulinarischen Überlieferung gehören traditionelle Gerichte und Desserts der Extremadura, die aus Erzeugnissen der Landwirtschaft und Viehzucht zubereitet werden. Gañotes entstehen aus zwei Eiern, einem Viertel Öl, Zucker, einem Viertel mit Matalahúva und Zimt gekochtem Weißwein, einem Kilogramm Mehl und Aguardiente. Die geformte Masse wird in reichlich Öl ausgebacken und anschließend mit Honig überzogen. Perrunillas werden aus einem Kilogramm Schmalz, fünf Eiern, Zitronenschale, zwei Gläsern Aguardiente, drei Kilogramm Zucker, Bicarbonat und drei Viertel Kilogramm Mehl zubereitet, geformt und gebacken. Ein zurückbehaltenes Eiweiß wird zuvor auf die Stücke gestrichen und mit etwas Zucker bestreut. Besucher finden in Malcocinado komfortable Unterkünfte in Landhäusern.
Weitere Orte im Bezugsraum
Für die weitere Orientierung: Palomas, Higuera De Llerena, Burguillos, Puebla De La Calzada, Aljucén, La Garrovilla, La Bazana und Los Santos De Maimona.
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