Higuera de Vargas: Fluss, Kultur und Rundwanderungen
Unterkünfte in Higuera de Vargas
Flusslandschaft, Kultur und Orientierung
In Higuera de Vargas fließt der Río Alcarrache durch den Ort. Entlang des Flusslaufs ist er wegen des ausgezeichneten Erhaltungszustands seiner Vegetation und des Wertes seiner Tierwelt als „Corredor Ecológico y de Biodiversidad“ ausgewiesen. Das Centru Estremeñu de las Fronteras ist ein Kulturzentrum über Grenzen; seine Inhalte sind auf Extremaduranisch, Spanisch, Englisch und Portugiesisch verfügbar.
Am Eingang des Castillo del Coso bietet ein interaktives touristisches Touchscreen-Terminal touristische Informationen, einen Ortsplan mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und den Zugriff über einen QR-Code mit persönlichen Mobilgeräten. Vor der Vorderfassade des Castillo del Coso liegt ein mit Palmen und weiteren gepflegten Elementen gestalteter Platz.
Kirche, Wehrbau und Kapelle
Die Iglesia Parroquial de la Concepción ist eine weiß getünchte Mauerwerkskirche aus dem 16. Jahrhundert mit basilikalem Grundriss und drei Schiffen. Ihr Turm zeigt portugiesische Architektureinflüsse und besitzt ein Granitportal mit einem kielbogenförmigen Bogen. In der Hauptkapelle befinden sich anstelle eines Retabels eine Nische und moderne Wandmalereien.
Die Fortaleza de los Templarios, auch als Casa fuerte bezeichnet, ist ein quadratischer steinerner Wehrbau. An seiner Südwest-Ecke steht ein achteckiger Turm aus Quadersteinen. Die Ermita de la Virgen de Loreto befindet sich an der Fuente Santa; die Quelle war früher Ziel von Pilgern.
Rundwanderungen und historische Spuren
Eine Rundwanderroute führt durch abwechslungsreiche Landschaften mit Ebenen, Steineichen- und Korkeichenbeständen, Zistrosen, Hügeln und offenem Gelände. Zu ihren Sehenswürdigkeiten gehören verlassene Talkminen und eine vorrömische Siedlung auf der Sierra La Encinosa mit teilweise verfallenen Trockensteinhütten.
Eine ausgeschilderte Rundwanderroute verläuft teilweise am Ufer des Río Alcarrache entlang. Sie führt an historischen Getreidemühlen vorbei, die früher mit Wasserkraft betrieben wurden, sowie an einem stillgelegten Wasserkraftwerk. Dieses Kraftwerk versorgte Higuera de Vargas einst mit Strom.
Eine Rundwanderroute beginnt und endet an der Travesía de Carretera de Alconchel nahe der Calle Pablo Neruda in Higuera de Vargas. Eine Rundwanderroute beginnt am Festgelände und endet am Pilar de La Cagona. Eine Rundwanderroute beginnt außerdem an der Plaza de España.
Eine Rundwanderroute führt an einer stillgelegten Talkmine vorbei. In ihrer Blütezeit lieferte die Mine in den Jahren 1960 und 1961 Talk für die frühere Fabrik La Talcosa in Jerez de los Caballeros.
Feste und Ortsleben
Zur Semana Santa führt die Bruderschaft in Higuera de Vargas dreimal eine Bußprozession durch. Die Feierlichkeiten zu Ehren des Señor de los Afligidos finden in der ersten Septemberwoche statt. Im Ortszentrum finden heute örtliche gesellige und kulturelle Aktivitäten statt.
Bei einer Feier in Higuera de Vargas waren die Straßen zur Ermita de la Virgen de Loreto mit Papierblumen geschmückt.
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