Casas de Don Pedro zwischen Guadiana, Tradition und Natur
Unterkünfte in Casas de Don Pedro
Landschaft und Natur am Guadiana
Casas de Don Pedro liegt am Guadiana in der Nähe des Stausees von Orellana. Der mit Casas de Don Pedro verbundene Bereich des Orellana-Stausees ist wegen seines Lebensraums für Wasservögel als ZEPA de Orellana y Sierra de Pela ausgewiesen. Der Risco de Valdehornos steht mit der Quelle Fuente de Valdehornos in den umliegenden Tälern in Verbindung.
Vom Aussichtspunkt El Punto de Mira lassen sich an klaren Tagen die Burgen der Comarca und die Landschaften der Binnenstauseen sehen. Der Mirador del Azud de Casas de Don Pedro ist über die Straße von Casas de Don Pedro nach Talarrubias, die Piste des Canal de las Dehesas und anschließend einen Weg erreichbar; am Azud gibt es Wasservögel.
Wege und Pilgerstrecken
Der Camino Natural del Guadiana ist eine 343 Kilometer lange lineare Strecke mit 24 Etappen, führt ausdrücklich durch Casas de Don Pedro und entspricht dem GR 114. Der Camino de los Mineros de Peregrinación a Guadalupe ist ein 124 Kilometer langer Pilgerweg mit fünf Etappen. Eine 14 Kilometer lange Etappe des Camino de los Mineros de Peregrinación a Guadalupe führt von Talarrubias nach Casas de Don Pedro.
Kirchen, Ortsbild und Kunst
Das Ortsbild umfasst volkstümliche Architektur mit Herrenhäusern sowie schmiedeeisernen Gittern und Adelswappen. Im Ortskern befindet sich die Skulptur „Ayuda al caído“ von Juan de Ávalos. Die Iglesia de San Pedro Apóstol stammt aus dem späten 14. Jahrhundert, ist gotisch, aus Mauerwerk und Ziegeln errichtet und besitzt einen Turm im Mudéjar-Stil. Der Pfarraltar von Casas de Don Pedro stammt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und ist ein vergoldetes, polychromes Werk des Plateresken. Die Ermita de Nuestra Señora de los Remedios ist eine Mudéjar-Kapelle aus dem 16. Jahrhundert und beherbergt eine Skulptur der namensgebenden Jungfrau. Die Nueva Ermita de la Virgen de las Vegas ist ein religiöses Gebäude am Guadiana an der Straße nach Talarrubias. Die Ermita del Calvario wurde früher von Pilgern besucht, die nach Guadalupe unterwegs waren.
Feste, Handwerk und Küche
Zur traditionellen Webkunst in Casas de Don Pedro gehören Flickendecken, Bettüberwürfe, die örtlich als „ruedas y codos“ bezeichnet werden, sowie gefärbte Leinentextilien. Las Candelas wird am 2. Februar mit einer Prozession gefeiert, die einer großen Candelilla, einer traditionellen örtlichen Süßspeise, folgt. Los Diablucos ist eine Tradition des Fronleichnamsfestes in Casas de Don Pedro. Bei der Prozession der Patronatsfeier der Virgen de los Remedios treten ein Abanderado, zwei Alabarderos und ein Capitán auf; an mehreren Stationen führen sie ein Ritual durch. Zum Karneval in Casas de Don Pedro gehören Murgas und Estudiantinas. Die Romería de San Isidro Labrador findet am 15. Mai statt; zu ihr gehört eine Prozession mit Festwagen zum Ufer des Guadiana, gefolgt von ganztägigen Feierlichkeiten.
Die kulinarischen Traditionen von Casas de Don Pedro umfassen Produkte der Hausschlachtung, Migas, Ajoblanco, Calderetas sowie Süßspeisen und Süßgebäck wie Flores, Candelillas und „Bollos de los Santos“. Die Tahona de Juan ist eine handwerkliche Bäckerei in Casas de Don Pedro, die Brot und weitere Backwaren vollständig von Hand in einem Holzofen herstellt.
Weitere Reiseziele: Peraleda del Zaucejo, Montemolín, Santa Amalia, Fuentes De León, Zafra, Azuaga, Acedera, La Rabaza
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Badajoz.