Lejona (Leioa): Kultur, Natur und baskische Geschichte
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Foto: Javierme Javier Mediavilla Ezquibela via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Lejona (Leioa) zeigt im Baskischen Museum für Medizin- und Wissenschaftsgeschichte einen ungewöhnlich umfangreichen Ausschnitt aus der modernen Medizin und Wissenschaft: Mehr als 6.000 medizinische und wissenschaftliche Objekte aus dem 19. und 20. Jahrhundert werden dort bewahrt und gezeigt. Die Lage an der Mündung des Nervión verbindet den Ort mit der Nähe zu Bilbao und zum Meer. Leioa verfügt über zwei U-Bahn-Stationen; die Fahrt von Bilbao dauert mit der U-Bahn 16 Minuten.
Kultur
Mehrere Bauwerke führen durch verschiedene Epochen. Der Palast Artatza Jauregia wurde 1914 vom Architekten Manuel María Smith im englischen Queen-Anne-Stil erbaut. Der Turm von Ondiz entstand zu Beginn des 16. Jahrhunderts als bescheidener Palastturm. Zwischen 2010 und 2013 wurde er restauriert; dabei blieb seine ursprüngliche Struktur erhalten, und es wurde ein Raum für soziokulturelle Aktivitäten geschaffen. Auch die Mühle von Elexalde gehört zur Geschichte des Ortes: Sie wurde im 18. Jahrhundert erbaut und blieb bis 1969 in Betrieb.
Der Parque del Horóscopo stellt einen Baumhoroskop-Garten mit 21 Baumarten dar. Seine Gestaltung verbindet keltische Symbolik mit Bezügen zur baskischen Kultur. So stehen in Lejona historische Architektur, kulturelle Nutzung und symbolische Themen nebeneinander, ohne dass sich die einzelnen Orte auf dieselbe Epoche oder Funktion reduzieren lassen.
Genuss
Im Mendibile Txokoa erläutern fünf Ausstellungsbereiche die Geschichte und Entwicklung des Txakoli, den Weinbau, die Herstellung, die Aromen und Verkostung sowie die Herkunftsbezeichnung. Mendibile Jauregia führt zur Förderung des Txakoli Aktivitäten wie Verkostungen und andere Veranstaltungen durch. Beide Orte widmen sich damit unterschiedlichen Seiten desselben regional geprägten Themas: Das Interpretationszentrum erklärt seine Geschichte und Herstellung, während im Palast auch Veranstaltungen stattfinden.
Natur
Das Arboretum ist ein 19 Hektar großer geschützter botanischer Park in Leioa und umfasst den Stausee Lertutza. Pinosolo bildet ein 7 Hektar großes Reservat mit einheimischen und exotischen Pflanzenarten, die einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt Lebensraum bieten. Im Herzen von Leioa liegt außerdem der Artatza-Park, eine 15 Hektar große Naturlandschaft.
Die Überschwemmungsebene von Lamiako ist im Feuchtgebietsverzeichnis des Baskenlandes erfasst und bietet Watvögeln sowie Zugvögeln Lebensraum. Ein Teil der Ebene wurde als Erholungsgebiet rund um ein sich erholendes Ökosystem umgestaltet. Pflanzenbestände, offene Landschaft und Feuchtgebiet bilden so drei klar erkennbare Naturbereiche innerhalb von Leioa.
Unterwegs
Eine einfache Route verläuft durch den unteren Teil von Leioa, teilweise entlang des Mündungufers und rund um die Ebene von Lamiako. Von Kultur Leioa aus ist die Mühle von Elexalde zu Fuß erreichbar. Der Park Arriena bietet Erholungsbereiche und Kinderspielplätze, eine Picknickzone, einen Agility-Parcours für Hunde, einen Raum für festlich-kulturelle Veranstaltungen sowie mehrere Fußwege.
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