Villapedre: Jakobsweg, Küstenpanoramen und Indiano-Kultur
Unterkünfte in Villapedre
Villapedre führt unterschiedliche Reiseinteressen in einem klar erkennbaren Bild zusammen: Unterwegssein, Küstenlandschaft und Baugeschichte.
Am Camino de Santiago de la Costa
Auf dem Abschnitt Luarca–La Colorada führt der Camino de Santiago von Villainclán in nordwestlicher Richtung nach Villapedre, weiter zum Weiler La Peña und anschließend zum Fluss Frejulfe. Bei der Planung eines Wegabschnitts hilft die nordwestliche Ausrichtung, den Verlauf gedanklich zu ordnen; die Stationen dienen dabei als feste Orientierungspunkte.
Der Camino de Santiago de la Costa führt durch Villapedre, das zu den wichtigsten Siedlungen entlang der Route von Osten nach Westen zählt. Wer den Ort aus der Perspektive des Jakobswegs betrachtet, kann seinen regionalen Charakter daher ebenso über das Gehen wie über einzelne Sehenswürdigkeiten erschließen.
Küstenlandschaft und historische Eindrücke
Der Camino de Santiago de la Costa bietet Panoramen der Küstenebene, zahlreicher Strände und des Kantabrischen Meeres sowie eine vielfältige Architektur und historische Denkmäler. Neben den Küstenansichten stehen für Kulturinteressierte konkrete Bauwerke wie Indiano-Häuser und die Iglesia de Santiago. Für Reisende, die Landschaft und Kultur nicht getrennt planen möchten, liegt darin ein besonderer Reiz: Der Blick richtet sich auf Meer und Küstenraum, zugleich auf die gebaute Geschichte entlang des Weges. Eine Wanderung wird so als Kombination aus Naturansicht, Ortsbezug und Architektur interessant, ohne dass Villapedre auf eine einzige Reiseidee festgelegt werden muss.
Indiano-Häuser und Kirchenbau
Das Chalet Indiano de D. Andrés Pérez gehört in Villapedre zum Kulturerbe von Asturien. Villa Mercedes ist ein hervorragendes Beispiel des Indiano-Stils vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Die beiden Häuser setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Villa Mercedes steht mit Manuel López Pérez für einen Auftraggeber mit Mexiko-Bezug, Casa de Don Andrés für den Bau zugunsten von Tochter und Schwiegersohn.
Villa Mercedes wurde von Manuel López Pérez, einem in Mexiko zu Wohlstand gekommenen Emigranten, in Auftrag gegeben. Casa de Don Andrés wurde 1903 von Andrés und seiner Ehefrau Carmen Fernández Pérez-Villamil für ihre Tochter und ihren Schwiegersohn erbaut. Das Haus liegt in Villapedre neben der Straße N-634. Die Lage neben der N-634 kann bei der Ortsorientierung in Villapedre als zusätzlicher Bezugspunkt vor Ort dienen. Die persönlichen und familiären Hintergründe geben den Gebäuden jeweils einen konkreten historischen Bezug.
Die Iglesia de Santiago de Villapedre wurde 1707 erbaut und 1996 umfassend restauriert. Sie besitzt einen Turm mit spitz zulaufender Bekrönung und sehenswerte Retabel.
Unterkunft in Villapedre
Villa Auristela ist ein hundert Jahre altes Indiano-Haus, das 2010 in ein Landhotel umgewandelt wurde. Es verfügt über sieben Zimmer auf zwei Etagen, private Parkplätze und WLAN.
Weitere Orte
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